News

( 2. Okt 2014)
Raspberry-Pi-Buch
Auf über 1000 Seiten beschreibt unser Raspberry-Pi-Buch nahezu alle Aspekte des Umgangs mit dem Raspberry Pi: Installation, Linux-Grundlagen, Hardware, Elektronik-Grundlagen, Erweiterungs-Boards und Programmierung. Eine Sammlung spannender Projekte rundet das Buch ab.
(17. Apr 2014)
Ubuntu 14.04
Das eBook Ubuntu 14.04 gibt auf 268 Seiten eine Einführung in den Umgang mit Ubuntu: Installation, Konguration, Desktop- und Server-Anwendung, Programmierung. Einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen lesen Sie im Blog nach. Tipps und Tricks rund um Ubuntu erscheinen außerdem meinem neuen Ubuntu-Blog ubuntu-buch.info.
(26. Jan 2014)
Java auf den Punkt gebracht
Das eBook Java auf den Punkt gebracht fasst auf ca. 230 Seiten und aktuell zu Version 8 die Basics von Java zusammen: prozedurale Sprachelemente, Klassen, Vererbung, Generics, Collections, Multi-Threading, Lambda-Ausdrücke etc. Das Motto: von Programmierern für Programmierer. Lesen Sie auch den Blog-Beitrag zur Entstehung dieses eBooks!
( 8. Dez 2013)
Excel programmieren

Ralf Nebelo hat mein Excel/VBA-Standardwerk (erste Auflage 1994!) überarbeitet. Die Neuauflage ist aktuell zu Excel 2013, berücksichtigt aber auch die Vorgängerversionen 2007 und 2010.

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Michael Koflers Blog

1. Mär 2012 |eBooks|Markdown

Sackgasse LaTeX?


Seit vielen Jahren schreibe ich die meisten meiner Bücher mit LaTeX. Zwar ist die Layout-Bastelei oft mühsam, ansonsten ist LaTeX für meine Anforderungen aber perfekt geeignet -- egal, ob das Buch 100 oder 1000 Seiten umfasst. Erst seit ich versucht habe, aus meinen LaTeX-Quelltexten eBooks in den Formaten ePub oder AZW (Amazon) zu erzeugen, zweifle ich an der Zukunft von LaTeX.

LaTeX liefert als Ergebnis wahlweise PostScript- oder PDF-Dateien, die sowohl für den Buchdruck als auch für die Weitergabe als PDF-Dokument gut geeignet sind. Moderne eBook-Formate basieren aber durchwegs auf HTML.

Nun gibt es durchaus keinen Mangel an LaTeX-zu-HTML-Konvertern. Das Problem ist nur, dass ich keinen einzigen Konverter gefunden habe, der auch nur einigermaßen praxistauglich ist. Reale LaTeX-Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Autoren diverse LaTeX-Erweiterungspakete sowie selbst definierte Makros verwenden. Und genau an diesem Punkt sind alle von mir getesteten Konverter kläglich gescheitert.

Als ich vor zwei Monaten zwei meiner eBooks in das Amazon-Format AZW umgewandelt habe, bin ich einen Umweg über Pandoc gegangen. Pandoc enthält zwar selbst eine Funktion zum LaTeX-Import, diese hat sich aber als ebenso unbrauchbar erwiesen wie alle übrigens LaTeX-zu-HTML-Konverter. Erst mit diversen sed-Scripts und einer Menge Handarbeit ist es mir gelungen, meine LaTeX-Quellen in den Pandoc-Markdown-Syntax umzuwandeln. Pandoc kann dann daraus ein HTML5-Dokument erzeugen, das wiederum weitgehend problemlos von den Kindle-Authoring-Werkzeugen in das AZW-Format übersetzt werden kann.

Kurzum: Der Weg von LaTeX in ein modernes eBook-Format ist steinig und mit soviel manuellem Aufwand verbunden, dass er sich selten lohnt. (Rechenaufgabe: Die Umwandlung eines LaTeX-Manuskripts in ein Kindle-eBook beansprucht bei einer Textmenge von ca. 150 Seiten ca. zwei Tage. Pro verkauftem Exemplar erhalten Sie z.B. 5 EUR. Wieviel Stück müssen Sie verkaufen, damit Sie einen angemessenen Stundenlohn für die eBook-Umwandlung erzielen? In den meisten Fällen weit mehr, als zu erwarten ist ...)

An eBooks geht kein Weg mehr vorbei. Als Autor oder Verlag brauchen Sie also ein Werkzeug, das gleichermaßen in der Lage ist, qualitativ hochwertige PDF-Dokumenten für den Druck als auch funktionierende und ansprechend gestaltete HTML-Dokumente für die Weiterverarbeitung in die diversen eBook-Formate zu erzeugen.

Word und OpenOffice/LibreOffice aber auch Apples neuer iBook Author scheitern am ersten Punkt, LaTeX versagt am zweiten. Das schon erwähnte System Pandoc, dem ich demnächst einen eigenen Blog-Beitrag widmen werde, ist auch nur ein Kompromiss: es liefert zwar bei Bedarf sowohl LaTeX- als auch HTML-Output, aber auch in diesem Fall ist eine Menge manuelles Nacharbeiten erforderlich. Professionelle Publishing-Werkzeuge (z.B. Adobe Impress) sind nicht nur teuer, sondern überdies kaum zum Schreiben geeignet, weil sie als Werkzeuge rein zum Setzen/Publizieren konzipiert sind.

Sie sehen schon: Dieser Blog-Beitrag beschreibt die Frage, gibt aber keine Antwort. Lösungsvorschläge werden gerne angenommen (verwenden Sie die Kommentar-Funktion!).

Update Juni 2013

Was die Produktion meiner eigenen eBooks betrifft, bin ich mittlerweile von LaTeX auf Pandoc umgestiegen. Lesen Sie dazu auch meinen Blog-Beitrag Kindle-eBooks mit Pandoc erstellen sowie mein neues eBook Markdown und Pandoc

Vor kurzem bin ich über den Blog des Verlags openSourcePress gestolpert. Interessanterweise ist man kürzlich auch dort LaTeX bye-bye gesagt. Als neues Schreibformat kommt dort allerdings nicht Markdown, sondern das im Prinzip ganz ähnliche Format AsciiDoc zum Einsatz.

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