KVM-Buch (eBook)

KVM entwickelt sich zum populärsten Virtualisierungssystem unter Linux. Dieses eBook beschreibt den Umgang mit KVM und den darauf aufbauenden libvirt-Werkzeugen.

154 Seiten (eBook, DRM-freies PDF-Format)
ISBN: 978-3-902643-02-5
Preis: EUR 11,99 (inkl. MWSt.)
Erscheinungstermin: Februar 2011

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Updates

Seit das eBook erschienen ist, haben sich einige Details geändert. Diese Update-Seite fasst die wichtigsten Änderungen/Neuerungen zusammen. Sie gelten, wenn Sie mit aktuellen Distributionen arbeiten (zuletzt getestet mit Fedora 16, RHEL/CentOS 6.2 und Ubuntu 12.04):

  • RHEL: KVM-Unterstützung gibt es nur für die 64-Bit-Variante dieser Distribution. (Es ist eigentlich erstaunlich, dass es überhaupt noch 32-Bit-Versionen eines Enterprise-Betriebssystems gibt.)
  • RHEL/Fedora: In den mitgelieferten qemu- und kvm-Kommandos gibt es keine SDL-Unterstützung mehr. Sie müssen auf das Grafiksystem der virtuellen Maschine via VNC oder Spice zugreifen.
  • Ubuntu: Der Virtual Machine Manager stellt nun standardmäßig eine Verbindung auf Systemebene her (qemu:///system). Die libvirt-Werkzeuge führen das Kommando kvm nicht mehr mit root-Rechten aus.

    Achtung: Bei der Installation der libvirt-Werkzeuge wird der aktuelle Benutzer nicht mehr automatisch der libvirtd-Gruppe hinzugefügt. Die Verwendung des Virtual Machine Managers ist erst möglich, nachdem Sie das folgende Kommando ausgeführt haben:

    sudo usermod -a -G libvirtd loginname
    

    Danach müssen Sie sich aus- und neu einloggen.

  • qcow2-Format: Die Probleme im Zusammenspiel mit den libvirt-Werkzeugen sind behoben. Es spricht somit nichts mehr dagegen, für Disk-Images das qcow2-Format einzusetzen.
  • virt-install: Einige Optionen sind umbenannt worden. Insbesondere müssen Sie nun statt --vnc die Option --graphics vnc angeben.
  • VNC via SSH und Port Forwarding: Unter Fedora muss weiterhin die SELinux-Variable (Boolean) sshd_forward_ports auf 1 gesetzt werden. Unter RHEL gibt es diese SELinux-Variable nicht, Port Forwarding funktioniert auf Anhieb.
  • Vinagre: Bei aktuelle Vinagre-Versionen ist es nicht möglich, eine VNC-Verbindung via SSH einzurichten (bugzilla). Verwenden Sie den vncviewer (Fedora/RHEL: Paket tigervnc; Ubuntu: Paket xtightvncviewer)!
  • Spice: aktuelle Versionen des Virtual Machine Managers unterstützen Spice standardmäßig. Unter Fedora 16 und RHEL 6.2 funktioniert das wunderbar. Probleme bereitet aber weiterhin Ubuntu (zuletzt getestet mit 12.04). Bei dieser Distribution wird standardmäßig eine qemu/kvm-Version ohne Spice installiert. In der universal-Paketquelle gibt es eine Spice-kompatible Version (Paket qemu-kvm-spice), die aber vom Virtual Machine Manager ignoriert wird.
  • Audio: aktuelle QEMU/KVM-Versionen unterstützen nu auch Intel High Definition Audio (Modell ich6 im Virtual Machine Manager, Option -soundhw hda bei der direkten Ausführung des KVM-Kommandos). Die Weiterleitung der Audioausgabe via VNC funktioniert weiterhin nicht -- verwenden Sie nach Möglichkeit Spice!

Letztes Update: 30.4.2012