Michael Koflers Blog
Diese Woche wurde bekannt, dass Red Hat Enterprise Linux 7 als Standard-Desktop Gnome 3.8 verwenden wird -- aber nicht so, wie die meisten Linux-Fans es kennen, sondern im neuen Klassik-Modus. Offensichtlich sollen die konservativen Unternehmenskunden nicht mit zu viel Gnome-Modernität verärgert werden ;-) Zeit also, einen Blick auf den neuen Klassik-Modus zu werfen.
Auf einem meiner Testrechner versagen plötzlich EFI-Installation, zumindest bei modernen Distributionen. Während der Installation scheint alles zu klappen, aber beim Neustart fehlt der entsprechende Eintrag im EFI-Bootmenü. Die neu installierte Distribution lässt sich nicht starten. Betroffen sind z.B. Ubuntu 13.04 und Debian 7, nicht aber Ubuntu 12.10 oder openSUSE 12.3. Merkwürdig!
Bei Red-Hat-basierte Distributionen (also auch Fedora, CentOS etc.) versucht YUM, Pakete vom bestmöglich erreichbaren Mirror herunterzuladen. Die Logik bei der Auswahl des besten Mirrors versagt aber mitunter. Eine winzige Änderung in der FastestMirror-Konfigurationsdatei behebt das Problem.
Trotz vieler anderer Aktivitäten schafft es Canonical, eine neue Ubuntu-Versionen nach der anderen pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk fertigzustellen. Die aktuelle Inkarnation von Ubuntu, Version 13.04 »Raring Ringtail«, ist da keine Ausnahme. Auf der Strecke geblieben sind aber die Features: die neue Ubuntu-Version gerechtfertig nur in wenigen Fällen ein Update. Vielleicht wäre es an der Zeit, nochmals über Rolling-Releases nachzudenken: nicht für die LTS-Releases, wohl aber anstelle der drei dazwischenliegenden Ubuntu-Versionen.
wkhtmltopdf ist die beste mir bekannte Open-Source-Lösung, um HTML-Dokumente in das PDF-Format umzuwandeln, inklusive eigenen Kopf- und Fusszeilen etc. Leider ist die letzte offizielle Version mittlerweile zwei Jahre alt. Wie Sie eine aktuellere Version selbst kompilieren, erklärt dieser zur Abwechslung mal sehr technische Beitrag.
In den letzten Jahren bin ich ein großer Fan von Pandoc geworden. Pandoc konvertiert Texte aus der Markdown-Syntax in alle erdenklichen anderen Formate. Ich verwende Pandoc vor allem zum Schreiben von eBooks. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie selbst mit Pandoc ein eBook in dem auf amazon vorgeschriebenen Mobi-Format erstellen, lesen Sie weiter ...
Autoren haben manchmal merkwürdige Vorlieben: Um Screenshots ohne unnötiges Beiwerk machen zu können, verwenden ich in der Regel einen weißen Bildschirmhintergrund. Die entsprechende Konfiguration dauert drei oder vier Mausklicks. Außer man arbeitet mit Gnome (ab Version 3.6) ...
Java 8 ist zwar noch nicht fertig, lässt sich aber schon gut ausprobieren. Dieser Blog-Beitrag erklärt, wie Sie einen aktuellen Build von Java 8 unter Linux bzw. OS X parallel zu einem bestehenden Java-System installieren und testen können -- und das ohne Nebenwirkungen. Die folgende Anleitung habe ich unter Ubuntu 12.10 und unter OS X 10.8 mit Erfolg ausprobiert.
Java-Bücher gibt es ja eigentlich wirklich schon genug (siehe amazon.de) -- und es sind viele exzellente Bücher dabei. Hier also eine kurze Rechtfertigung, warum ich glaube, dass sich eine weitere Vergrößerung des Java-Bücherberges lohnt ...
Als erster machte der heise.de-Newsticker die Hiobs-Botschaft öffentlich: Pearson sieht in der IT-Literatur keine Zukunft. Nach einigen Tagen folgte eine offizielle, aber gut versteckte Pressemitteilung von Pearson. Zitat: Das deutschsprachige Pearson-Computerbuchprogramm mit den bekannten Marken „Addison-Wesley“ und „Markt+Technik“ wird zurückgefahren. Die bereits angekündigten Computerbuch-Titel und Fotobücher der Frühjahrsproduktion sollen wie geplant erscheinen, danach wird es keine weiteren Neuerscheinungen geben. Mit anderen Worten: das war's.
Vor drei Jahren habe ich das Experiment ebooks.kofler gestartet -- also die selbstständige Vermarktung von IT-eBooks. Zeit für eine erste Bilanz!
Der Webbrowser Chromium (also der Open-Source-Teil von Google Chrome) steht unter Ubuntu 12.04 als Paket zur Verfügung. Allerdings wird dieses Paket momentan nicht gewartet. Wer Chromium installiert hat, bekommt nach Version 18 keine Updates mehr.
Unter Mountain Lion fehlt im Terminal das Kommando svn (Subversion). Das Kommando ist jetzt eine optionale Komponente von XCode.
Beginnend mit Version 2.8.2 gibt es eine native Gimp-Version für OS X, die kein X11 erfordert, gut mit OS X integriert ist und das OS-X-Zentralmenü verwendet.
Die Linux-Community hat ein neues Streitthema: Wer geht besser mit UEFI Secure Boot um, Fedora oder Ubuntu? Beide Distributionen möchten in der jeweils nächsten Version UEFI Secure Boot unterstützen, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise (siehe z.B. hier, hier und hier). Aber die Diskussion über den besten Ansatz für Secure Boot ist Jammern auf hohem Niveau: Unzählige Linux-Distributionen sind nämlich nach wie vor vollständig EFI-inkompatibel!
OK, die Überschrift ist provokant. Gemeint ist die Konfiguration der aktuellen Ubuntu-Version in einer Form, die auch für Eltern und Großeltern geeignet ist und wenig Wartungsaufwand bereitet. Also eben nicht Ubuntu für Freaks, sondern Ubuntu für Leute, für die der Computer ein (oft unbeliebtes) Mittel zum Zweck ist.
Bei vielen Linux-Programmen dient die Konfigurationsdatei gleichzeitig auch zur Dokumentation. Zum Einarbeiten in eine neue Konfigurations-Syntax kann das durchaus praktisch sein. Wenn die vielen Kommentare aber die Orientierung im Text verhindern, schafft grep Abhilfe.
Die schrittweise Umstellung meiner Rechner von großen Festplatten auf kleine SSDs bringt ein Problem mit sich: Wohin mit den Daten, die auf den SSDs keinen Platz mehr haben, die aber weiter rasch verfügbar bleiben sollen? Die nahe liegende Antwort ist ein möglichst energiesparendes NAS-Gerät, und ich bin letztlich bei einem DS212+ von Synology gelandet.
Die neue Gimp-Version 2.8 läuft nicht nur unter Ubuntu 12.04 oder Fedora 17, sondern auch unter OS X ...
Mein 2,5 Jahre alter iMac enthielt bis vorige Woche eine 2 TByte-Festplatte. Die befindet sich jetzt in einem NAS, dafür läuft der iMac mit einer SSD mit 512 GByte. Der Geschwindigkeitsunterschied ist erwartungsgemäß dramatisch!
Gestern habe ich meinen langjährigen Root-Server durch ein neues Modell ersetzt -- jetzt standardmäßig mit 16 GByte RAM anstelle von nur 2! Ein wenig trickreich ist allerdings die Netzwerkkonfiguration, damit alle zusätzlichen IP-Adressen für KVM genutzt werden können.
Unter Linux können Sie den öffentlichen Teil eines zuvor mit ssh-keygen erzeugten Schlüssels mit ssh-copy-id unkompliziert auf einen anderen Server kopieren. Unter OS X stehen zwar auch alle elementaren SSH-Kommandos zur Auswahl, ssh-copy-id fehlt aber.
gzip, bzip2, xz und 7zr (Paket p7zip) wurden im Hinblick auf immer bessere Komprimierung optimiert. Mit Erfolg. Aber wer damit GByte große Dateien (z.B. Images von virtuellen Maschinen) komprimieren will, braucht Geduld. Wenn's schnell gehen soll, empfiehlt sich das weniger bekannte Kommando lzop.
Unter Ubuntu 12.04 gelingt dem Virtual Machine Manager kein Verbindungsaufbau zum libvirt-Dämon. Der Virtual Machine Manager kann damit nicht genutzt werden. Leider gibt es keine Fehlermeldung, die einen Hinweis auf die Ursache geben würde. Schuld ist eine fehlende Gruppenzuordnung, Abhilfe schafft das Kommando usermod.