News

(30. Jul 2010)
Linux-2010-Updates

Zum Buch Linux 2010 gibt es bis Ende des Jahres ein kostenloses Update-Service: PDF-Dateien fassen die wichtigsten Neuerungen bzw. Änderungen in neuen Versionen von Debian, Fedora, openSUSE und Ubuntu zusammen. Frisch verfügbar ist nun das Update openSUSE 11.3.

(22. Jul 2010)
openSUSE 11.3
Das neue ebook zu openSUSE 11.3 beschreibt auf 150 Seiten die Installation, Konfiguration und Nutzung dieser populären Distribution.
(29. Jun 2010)
Linux-Kommandoreferenz

Sie haben es satt, sich durch 50 Seiten man-Text zu quälen, nur weil Sie eine grep-Option nicht mehr im Kopf haben? Abhilfe schafft die Linux-Kommandoreferenz mit einer kompakten Syntaxzusammenfassung von über 300 Linux-Kommandos!

(10. Jun 2010)
Ubuntu-Handbuch
Das Ubuntu-Handbuch mit nunmehr über 700 Seiten ist erschienen! Die Themenpalette reicht vom Einstieg über die Desktop-Anwendung, die Nutzung des Terminals bis hin zu den ersten Schritten bei der Server-Konfiguration.

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Mein Mac-Tagebuch

6. Dec 2009

Willkommen in meinem Mac-Tagebuch

Eigentlich bin ich ja bei Linux zuhause. Nun ziert aber auch ein iMac meinen Schreibtisch.

Nun bin auch ich der Faszination des Apple-Designs erlegen und schreibe diese Zeilen auf einem funkelnagelneuen, wunderschönen, flüsterleisen iMac 27''. Noch ist unklar, ob bzw. wann dieses Experiment zu einem Mac-OS-X-Buch führen wird. Bis es soweit ist, werde ich meine Impressionen und Erkenntnisse in Form eines Tagebuchs niederschreiben, sozusagen: Mac OS X aus der Sicht eines Linux-Jüngers ...

Ziel dieses Tagebuchs ist es, in unterhaltsamer Form über positive wie negative Erfahrungen zu berichten − und das ohne die rosa Brille vieler Apple-Fans. Natürlich werden Sie hier auch den einen oder anderen Tipp finden, wie Linux-Know-How unter Mac OS zur Geltung kommt. (Auch wenn Linux und Mac OS X ganz unterschiedlich aussehen, gibt es hinter der Oberfläche mehr Ähnlichkeiten, als man glauben möchte.)

PS: Keine Angst! Mein Apple-Seitensprung bedeutet keinesfalls, dass ich Linux ade sage! Dank VirtualBox lief Ubuntu 9.10 bereits am zweiten Tag auch am Mac (und startet dort übrigens schneller, als auf meinem bisherigen Arbeitsrechner ...). Eine 'richtige' Installation werde ich in den nächsten Wochen ausprobieren und darüber berichten.

Update (14.1.2010): Die Beiträge meines Mac-Tagebuchs erscheinen nun auch im Blog des Addison-Wesley-Verlags.

7. Dec 2009

Maus, Tastatur und Firefox

Für einen Linux-Fan ungewohnt, für den Rest der Welt normal: Der Rechner funktioniert ohne vorherige Installation. Um Installations- und Open-Source-Entzugserscheinungen zu vermeiden, installiere ich sofort Firefox. Jetzt ist es mein Mac.

Ich denke, daran könnte man sich gewöhnen: Anstecken, einschalten, ein paar Konfigurationsschritte, fertig!

Die Benutzeroberfläche ist ungewohnt, aber zweifelsfrei ästhetisch und auf jeden Fall leicht zu begreifen. Dass die Magic Mouse scheinbar keine rechte Maustaste hat, lässt sich zum Glück in den Systemeinstellungen beheben. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich die Mausgeschwindigkeit erhöht, damit ich nicht zwei Tage brauche, um den Mauszeiger diagonal über den Riesenbildschirm zu ziehen. Mein Mäuseglück wäre vollkommen, wenn ich wie unter Linux Text einfach mit der linken Maustaste kopieren und mit der (nicht vorhandenen) mittleren Maustaste einfügen könnte, aber zur Not kann ich auch ohne diesen Komfort leben.

Keine Lösung gibt es für das ungewohnte Tastaturlayout: Hier heißt es lernen, üben und fluchen! Warum muss Apple auch ein anderes Layout verwenden als jeder andere PC-Hersteller? Und wie kann man eine Tastatur bauen, auf denen die Tasten <Bild auf> und <Bild ab> fehlen? Die Reduktion auf das Wesentliche ist sicher ein guter Ansatz, aber man kann alles übertreiben ...Und wenn wir schon beim Reduzieren sind: Die fünf Umschalttasten (Shift, Fn, Ctrl, Alt und Cmd) auf der aktuellen Standardtastatur sind eindeutig zu viel.

Damit Sie nicht glauben, ich sehe alles nur negativ: Schreiben kann man auf der Tastatur erstaunlich gut. Ob die Tastatur auch taugt, um damit ganze Bücher zu verfassen, kann ich noch nicht sagen. 20 Jahre Microsoft Natural Keyboard (in verschiedenen Versionen) haben meine Hände/Finger geprägt.

Nun denn, zur Installation von Firefox und Xmarks braucht es keine Tastatur. Mit meinem gewohnten Browser samt Bookmarks-Sammlung fühle ich mich auf dem neuen Rechner schon fast wie zuhause. Und es ist ohne Zweifel der schönste Rechner/Bildschirm, den ich je hatte.

9. Dec 2009

Flicker flacker

Der Monitor ist schön, aber gelegentlich flackert er. Immerhin leuchtet er so hell, dass das Spiegeln kaum stört.

Die neuen iMacs haben offensichtlich ein Produktionsproblem, das sich darin äußert, dass der Bildschirm gelegentlich flackert bzw. kurz ganz schwarz wird (siehe auch 1, 2, 3). Apple ist als verschwiegenes Unternehmen bekannt und wird seinem Ruf auch diesmal gerecht: Bisher gibt es kein offizielles Statement zu den Problemen.

Meine Hoffnung, ein perfektes Gerät zu erhalten, hat sich am dritten Tag leider zerschlagen. Immerhin ist das Ausmaß des Problems bisher erträglich. Stundenweise ist das Bild absolut störungsfrei, dann flackert es wieder kurz. Also werde ich mit der Bitte um Austausch/Reparatur vorerst warten, um nicht eine weitere Niete als Ersatzgerät zu bekommen (laut Forenberichten keine Seltenheit). Soviel also zur legendären Apple-Qualität.

Besser als befürchtet geht es mir mit dem Glare-Display. Meine bisherigen Monitore waren alle entspiegelt. Den iMac kann man dagegen auch als (teuren) Spiegel verwenden. Im Betrieb stört das überraschenderweise weniger als erwartet, vermutlich wegen der starken LED-Hintergrundbeleuchtung.

Die Display-Beleuchtung frisst allerdings einigen Strom: Im Leerlauf will mein iMac bei voller Helligkeit mit rund 150 W versorgt werden. Bei minimaler Helligkeit sinkt die Leistungsaufnahme auf die Hälfte. (Ich habe die Leistungsmessungen mit einem ganz billigen Messgerät durchgeführt, sie sind also sicher nicht besonders exakt. Mein iMac ist mit einer i7-CPU und 8 GByte RAM ausgestattet. Angesichts dieser Komponenten ist der Stromverbrauch durchaus OK und nicht höher, als bei meinem bisherigen PC + Monitor.)

Update: Zu diesem Tagebucheintrag gibt es zwei Fortsetzungen hier und hier.

10. Dec 2009

GUI-Wahnsinn

2000 Pixel bzw. ein halber Meter Abstand zwischen dem Programmfenster und seinem Menü sind ein bisschen viel ...

Apple gilt als das Maß der Dinge, wenn es um die Gestaltung grafischer Benutzeroberflächen geht (Graphical User Interface = GUI). Aber nicht alles, was sich in der Vergangenheit bewährt hat, ist auch heute noch eine gute Idee. Besonders verrückt ist meiner Meinung nach das zentrale Menü: Es stammt aus einer Zeit, in der Bildschirme so klein waren, dass in der Regel alle Programme in maximierten Fenstern ausgeführt wurden.

Zeitsprung in die Gegenwart: Am Desktop sind heute 24-Zoll-Monitore der Standard, 30-Zoll-Monitore nicht mehr ungewöhnlich. Wenn auf einem solchen Bildschirm der Texteditor in einem kleinen Fenster rechts unten läuft, ist das Menü links oben unerreichbar weit entfernt. Wer da nicht sämtliche Tastenkürzel auswendig kennt, hat verloren! Eine effiziente Nutzung des Menüs ist schlicht unmöglich. (Noch schlimmer ist es, wenn das Programm in einem zweiten Monitor angezeigt wird.)

Ebenfalls enttäuschend: Es ist unmöglich, die Darstellung sämtlicher Oberflächenelemente (Menüs, Dialoge, Fensterinhalt etc.) zu vergrößern. Unter Linux und Windows kann dazu die DPI-Einstellung (Dots per Inch) geändert werden − ein wunderbares Hilfsmittel für alle, die nicht mehr so gut sehen oder deren Bildschirm zu weit entfernt aufgestellt ist. Apple hat eine vergleichbare Funktion lange versprochen, aber bisher nicht realisiert. Es gibt zwei Alternativen, die aber beide nicht praktikabel sind: den Bildschirm in einer geringeren Auflösung betreiben (liefert ein vergrößertes, aber unscharfes Bild), oder den Zoom-Modus zu verwenden: Die Vergrößerung wird mit <ctrl>+Mausrad / Touchpad eingestellt. Allerdings ist die Bilddarstellung auch hier ein wenig verschwommen, außerdem geht die Übersicht verloren, weil immer nur ein Ausschnitt des Bildschirms sichtbar ist.

11. Dec 2009

VirtualBox

Ein echter Linux-Fan kann nicht ohne Linux leben. Nicht einmal auf einem Apple-Computer!

Die Virtualisierungsprogramme VMware Fusion und Parallels Desktop sind zweifellos bekannter, persönlich bin ich aber seit zwei Jahren ein großer Fan von VirtualBox: Dieses zur Zeit von Sun entwickelte Virtualisierungssystem besteht zu großen Teilen aus Open-Source-Code und ist für die private Nutzung kostenlos verfügbar. VirtualBox zeichnet sich durch beinahe monatliche Updates aus, die sicherstellen, dass auch die neuesten Linux-Versionen zuverlässig ausgeführt werden können. Allerdings gründen meine bisherigen (sehr positiven) Erfahrungen nahezu ausschließlich auf die Kombinationen Host=Linux, Gast=Linux/Windows. Taugt VirtualBox auch unter Mac OS X? Die knappe Antwort: Ja! Meine unter Linux erzeugten virtuellen Maschinen laufen auch unter Mac OS X problemlos und schnell.

Wo VirtualBox momentan nicht mit VMware Fusion und Parallels mithalten kann, ist die 3D-Unterstützung. VirtualBox bietet zwar auch eine entsprechende Option, von deren Nutzung ich aber nur abraten kann: Die 3D-Funktionen sind ganz offensichtlich noch nicht ausgereift und bisweilen instabil, außerdem sinkt die 2D-Grafikleistung drastisch (etwa beim Blättern durch ein langes PDF-Dokument oder beim Scrollen in Firefox).

Nicht glücklich bin ich im Zusammenspiel mit VirtualBox mit der Magic Mouse geworden: Einmal begonnene Scroll-Bewegungen laufen endlos weiter und lassen sich nur mit Mühe stoppen. (Ich habe in den Systemeinstellungen das Scrollen ohne Nachlauf aktiviert, das hat aber nichts geholfen.) Abhilfe schafft eine herkömmliche USB-Maus.

Merkwürdig ist auch das Verhalten des NetworkManagers unter Ubuntu 9.10: Der automatische Verbindungsaufbau mit meinem Netzwerk scheitert (VirtualBox-Netzwerkeinstellungen: Netzwerkbrücke). Wenn ich das NetworkManager-Icon anklicke und Auto eth0 auswähle, gelingt der Verbindungsaufbau aber problemlos.

Schade ist zuletzt, dass Apple es nicht zulässt, Mac OS X selbst in einer virtuellen Maschine auszuführen. Man kann gespannt sein, wie lange sich Apple dem Virtualisierungs-Trend verschließen will.

14. Dec 2009

cmd+Tab

cmd+Tab wechselt zwischen Programmen, nicht Fenstern. WTF!

Windows- und Linux-Anwender sind gewohnt, mit Alt+Tab zwischen allen offenen Fenstern zu wechseln. Auf Apple-Rechnern funktioniert cmd+Tab so ähnlich, aber eben nicht ganz gleich: Die Tastenkombination wechselt zwischen Programmen. Wenn von einem Programm (Firefox, Terminal, OpenOffice) mehrere Fenster offen sind, aktiviert cmd+Tab das oberste (zuletzt benutzte).

Alternativen:

  • Exposè berücksichtigt alle nicht minimierten Fenster. Die Bedienung ist zwar optisch ansprechend, aber nicht so effizient wie mit alt+Tab. Etwas besser wird es, wenn man Expose automatisch aktiviert, sobald die Maus in eine Fensterecke bewegt wird. Das erspart einen Wechsel zwischen Tastatur (Exposè aktivieren) und Maus, hilft aber nicht, wenn man von vorne herein mit der Tastatur arbeiten will.
  • (fn+)ctrl+F4 wechselt zwischen nicht minimierten Fenstern und kommt Alt+Tab von Linux/Windows recht nahe. Minimierte Fenster bleiben aber unzugänglich. X11-Fenster ignoriert (fn+)ctrl+F4. Außerdem funktioniert die Tastenkombination nicht immer bzw. ignoriert manchmal einige Programme. Die dahinterstehende Logik habe ich nicht begriffen.
  • cmd+< bzw. cmd+> wechselt zwischen den Fenstern eines Programms. Sie müssen also zuerst mit einer Tastenkombination (cmd+Tab) das Programm und dann mit einer zweiten (cmd+<) das Fenster auswählen. Minimierte Fenster bleiben wieder außen vor.
  • Witch kann die von Windows/Linux gewohnte Tastenkombination Alt+Tab vollständig ersetzten, kostet aber € 10.
15. Dec 2009

Terminal

Mac OS X basiert hinter der Oberfläche auf BSD-Unix und lässt sich auch über ein Terminalfenster steuern (Anwendungen|Dienstprogramme|Terminal).

Im Terminalfenster läuft der Kommandointerpreter bash in der Version 3.2 (aktuell wäre 4.0). Echte Unix/Linux-Fans fühlen sich hier sofort heimisch. Allerdings hat das Heimatverzeichnis hat den ungewohnten Ort /users/name.

Im Terminal stehen alle grundlegenden Kommandos wie ls, grep, less, man etc. zur Verfügung. Allerdings scheinen die Apple-Entwickler einen Widerwillen gegen Farbausgaben haben. ls -G sieht doch gleich viel schöner aus! Die wichtigsten Unix-Editoren sind standardmäßig installiert: nano, vim und sogar emacs (allerdings nur als Textversion und in der uralten Version 22.1).

Ärger macht wieder einmal das Zusammenspiel mit der Tastatur: Es gibt keine Tastenkombination, um seitenweise nach oben oder unten zu blättern! Abhilfe schafft nur die Konfiguration neuer Tastenkürzel im Einstellungsdialog von Terminal (siehe die nebenstehende Abbildung bzw. hier).

Gewöhnliche Benutzer dürfen keine Systemdateien ändern oder administrative Aufgaben ausführen. Wenn Sie das wünschen, müssen Sie wie unter Ubuntu sudo zu Hilfe verwenden (also z.B. sudo emacs /etc/dateixy).

Die Verwendung von Unix-Werkzeugen ist nicht auf die Konsole beschränkt. Auch eine komplette X11-Umgebung ist installiert. Programme|Dienstprogramme|X11 startet xterm. X11 basiert wie bei allen gängigen Linux-Distributionen auf X.org. xdpyinfo offenbart aber auch hier eine wesentlich ältere Version als unter Linux üblich (1.4.1, aktuell ist 1.7). Außer den üblichen X-Werkzeugen (xman, xedit, xclock etc.) sind keine interessanten X-Anwendungen installiert. (Die Mac-OS-X-Standardprogramme basieren nicht auf X11.) Auch die Integration von X11 in den Apple-Desktop ist sub-optimal: Alle X11-Programme gelten als Fenster der X11-Gruppe, so dass cmd+Tab (auch hier) nicht funktioniert.

15. Dec 2009

VirtualBox-Tastatur-Konfiguration

Einige Sonderzeichen lassen sich in VirtualBox-Maschinen nicht oder nicht wie gewohnt eingeben. Hier ist die Lösung.

Seit ich meinen iMac habe, beschäftige ich mich nur mehr mit der Tastatur. Unter Mac OS X gilt ein anderes Layout, im Terminal fehlen elementare Kürzel, und in VirtualBox-Maschinen ist wieder alles anders. Mein Gott!

Regel 1: Generell geben Sie in VirtualBox-Maschinen die Sonderzeichen so ein, als würden Sie mit einer Windows-Tastatur arbeiten. Entscheidend ist nur, dass Sie die rechte alt-Taste anstelle von AltGr verwenden! Einige Beispiele: alt+q liefert @, alt+7 liefert {, alt+ß liefert \ etc.

Regel 2: Die Tasten für <>| und ^° sind vertauscht! Entweder gewöhnen Sie sich daran (wenn Sie diese Zeichen nur selten benötigen), oder Sie schaffen Abhilfe:

Tastentausch unter Linux (getestet mit Ubuntu 9.10)

Mit einem Editor erzeugen Sie die folgende Datei .Xmodmap:

keycode  94 = asciicircum degree asciicircum degree notsign notsign notsign
keycode  49 = less greater less greater bar brokenbar bar

Beim nächsten Login fragt Gnome, ob es diese Datei berücksichtigen soll - Ja! Das war's. Siehe auch hier.

Tastentausch unter Windows (getestet mit Windows XP)

Unter Windows ist alles ein bißchen komplizierter (wie immer). Als erstes installieren Sie den Microsoft Keyboard Layout Creator. Dann starten Sie das Programm, laden das aktuelle Tastaturlayout und weisen den Tasten < und ^ die richtigen Zeichen zu (auch für Shift und AltGr). Nachdem Sie das Layout getestet haben, erzeugen Sie ein Setup-Programm für das neue Layout, installieren dieses und richten es in Systemeinstellungen|Regionaleinstellungen|Tastatur ein. Eine ausführlichere Anleitung finden Sie hier.

16. Dec 2009

NFS-Verzeichnis nutzen

Die NFS-Kommunikation zwischen Mac OS X und Linux funktioniert problemlos, sofern man bei der Konfiguration des NFS-Servers an die Option insecure denkt.

NFS ist eine simple und effiziente Möglichkeit, um die Dateien meines Linux-Server auch unter Mac OS X zu nutzen. Um ein NFS-Verzeichnis einzubinden, führen Sie am einfachsten im Terminal die beiden folgenden Kommandos aus:

$ sudo mkdir /verzeichnis
$ sudo mount nfsservername:/nfsverzeichnisname /verzeichnis

(Es gibt auch Wege, das über die Benutzeroberfläche zu erledigen, die habe ich aber noch nicht ergründet. Schneller als mit diesen zwei Kommandos wird es kaum gehen ...)

Wenn mount die lapidare Fehlermeldung operation not permitted liefert, müssen Sie am Linux-Server in die Datei /etc/exports die Option insecure einbauen. Mac OS X nutzt zur NFS-Kommunikation nämlich Portnummern > 1024, was unter Linux standardmäßig nicht vorgesehen ist. /etc/exports muss also wie das folgende Beispiel aussehen:

# Datei /etc/exports auf einem Linux-NFS-Server
/verzeichnis  10.0.0.0/24(rw,async,no_subtree_check,insecure)

Damit die Änderungen wirksam werden, führen Sie am NFS-Server noch das Kommando exportfs -a aus.

17. Dec 2009

süchtig nach Fotos

Für Mac-Besitzer schon lange eine Selbstverständlichkeit, aber für alle Umsteiger von Windows/Linux ein einmaliges Aha-Erlebnis: Die Verwaltung von Fotos kann tatsächlich Spaß machen!

Gestern habe ich mein Fotoarchiv (ca. 7000 Bilder) von Linux auf den Mac übertragen. Das dauert eine Weile, und natürlich gehen dabei eine Menge Kontextinformationen verloren, die im zuletzt eingesetzten Fotoverwaltungsprogramm (in meinem Fall F-Spot) mühsam eingegeben wurden.

Die Gesichterkennungsfunktion von iPhoto macht diese Verluste mehr als wett: Es ist faszinierend und unterhaltsam zuzusehen, welche Ähnlichkeiten iPhoto in den Fotos erkennt - etwa zwischen Eltern und Kinder, wenn diese ca. gleich alt sind. Man kann nun Stunden damit verbringen, sein Archiv neu in Ereignisse zu organisieren, möglichst viele Personen zu erkennen etc. Aber anders als bei den Programmen, die ich bisher zu diesem Zweck eingesetzt habe, macht das am Mac einfach Spaß. So sehr, dass andere, eigentlich wichtigere Arbeiten liegen bleiben.

18. Dec 2009

CPU und Speicher überwachen

Normalerweise möchte ich wissen, was mein Computer gerade tut. Die iStat Menus helfen dabei.

Programme|Dienstprogramme|Aktivitätsanzeige gibt Auskunft darüber, welche Programme gerade laufen, wieviel Speicher und CPU-Kapazität sie beanspruchen etc. Das Programm verrät allerdings nicht, ob die CPU oder die Festplatte gerade heiß läuft. Außerdem nimmt sein Fenster zuviel Platz am Desktop ein, um es ständig offen zu lassen.

Eine attraktive Alternative sind die kostenlosen iStat Menus. Nach der Installation erscheint dieses winzige Programm in Form einiger Icons im Statusbereich der Menüleiste. Ein Mausklick liefert bei Bedarf detaillierte Informationen über die aktuelle CPU-Auslastung (bei Multi-Core-CPUs für jeden Core), die Festplatten- und Netzwerknutzung, die Temperatur diverser Hardware-Komponenten sowie der Aktivität der verschiedenen Lüfter. Sehr empfehlenswert!

18. Dec 2009

Sonderzeichen per Tastatur eingeben

Tabellen mit einer Auflistung aller erdenklichen Mac-OS-X-Tastenkürzeln gibt es im Internet schon zuhauf. Dieser Beitrag gibt die Information in Bildform.

Die meisten Sonderzeichen werden unter Mac OS X in der Form alt+Taste eingegeben. Die folgende Abbildung verrät die Position der wichtigsten Sonderzeichen auf der Tastatur. Bewegen Sie einfach die Maus über das Bild!

Ein unter Windows oft benötigtes Zeichen fehlt: Der Backslash \. Für deren Eingabe brauchen Sie außer alt auch die shift-Taste: shift+alt+7.

Die orange hervorgehobenen Tasten sind übrigens dead keys. Das Zeichen erscheint nicht sofort, sondern wird mit dem folgenden Zeichen kombiniert (also z.B. zu è oder á). Um das Zeichen an sich einzugeben, müssen Sie anschließend die Leertaste drücken.

Um die obige Tastatur unter Mac OS X einzublenden, führen Sie Systemeinstellungen|Tastatur aus und aktivieren die Option Tastatur- und Zeichenübersicht in der Menüleiste anzeigen. Im Statusbereich der Menüleiste erscheint nun eine Länderfahne mit dem aktiven Tastaturlayout. Dort führen Sie Tastaturübersicht einblenden aus.

21. Dec 2009

VirtualBox: Mac-Tastaturlayout für Windows

Meine Postings zum Thema Tastatur nehmen offenbar kein Ende. Dieses Mal zeige ich Ihnen, wie Sie das Mac-Tastenlayout auch in einer virtuellen Windows-Maschine nutzen können.

Am 15. Dez. habe ich berichtet, dass in VirtualBox-Maschinen grundsätzlich das PC-Tastaturlayout gilt. Wer sich aber einmal an das Mac-Layout gewöhnt hat, will dieses auch unter Windows nutzen. Genau das ermöglicht das mit dem Windows Keyboard Layout Creator erstellte Layout de-mac. Damit können Sie nun Zeichen wie @ oder ~ auch in virtuellen Windows-Maschinen wie am Mac eingeben (also mit alt+L, alt+N).

Download: de-mac.zip

Zur Installation packen Sie das ZIP-Archiv in ein Verzeichnis aus und führen dann de_mac_i386.msi aus (bzw. de_mac_amd64.msi, wenn Sie eine 64-Bit-Installation von Windows nutzen). Die Installation der winzigen DLL-Datei mit dem Tastaturlayout erfolgt ohne weitere Rückfragen. Nun starten Sie Systemsteuerung|Regions- und Sprachoptionen, wechseln in das Dialogblatt Sprachen, klicken auf Details und machen das neue Tastaturlayout Mapping to use German Mac keyboard zum Standard-Eingabegebietsschema.

Ich habe das Layout in einer virtuellen Windows-XP-Maschine in Kombination mit der deutschen BlueTooth-Apple-Tastatur getestet. Wenn Sie mit anderen Tastaturen oder Windows-Versionen auf Probleme stoßen, können Sie das Tastaturlayout leicht selbst mit dem Windows Keyboard Layout Creator an Ihre eigenen Wünsche anpassen.

22. Dec 2009

Flicker flacker - Teil 2

In Form eines Firmware-Updates gibt Apple erstmals öffentlich zu, dass das Problem existiert. Über die Wirksamkeit des Updates gibt es aber geteilte Meinungen.

Bei den neuen iMacs 27'' flackert der Bildschirm manchmal oder wird für Sekunden schwarz. Apple hat heute ein Firmware-Update präsentiert, das die Probleme mildern soll. Die etwas vage Beschreibung des Updates liest sich so:

The 27-inch iMac Graphics Firmware Update applies to the graphics firmware on ATI Radeon HD 4670 and 4850 graphics cards to address issues that may cause image corruption or the display to flicker.

Ich habe das Update heute eingespielt, und mein Bildschirm ist seither flacker-frei. Das ist aber natürlich kein Beweis, dass das Update funktioniert! Schon bisher vergingen auf meinem Rechner oft mehrere Tage zwischen dem Auftreten der Bildstörungen. Im Apple-Forum gibt es ganz im Gegenteil mehrere Meldungen, wonach das Update die Probleme nicht behebt. Somit ist nach wie vor unklar, ob ein echtes Hardware-Problem vorliegt oder ob eine Lösung durch ein Software/Firmware-Update möglich ist.

Update (15.1.2010): Trotz des Firmware-Updates flackert mein Bildschirm weiterhin, wenn auch möglicherweise etwas seltener. Das Flacker-Problem bleibt damit ungelöst, das Ausmaß ist aber erträglich (momentan ca. ein bis zwei Episoden pro Woche). Abhilfe: Den Rechner kurz in den Ruhestand versetzen. Das Flackern hört dann jedesmal für einige Zeit auf (oft für mehrere Tage).

Update (4.2.2010): Es gibt ein weiteres Firmware-Update. Über meine Erfahrungen damit berichte ich hier.

23. Dec 2009

Top 10 - Flop 10

Zwei Wochen Mac OS X versus mehr als 15 Jahre Linux - zugebebenermaßen unfaire Ausgangsvoraussetzungen. Dieser Beitrag beschreibt dennoch, was mir auf meinem iMac besser gefällt als unter meinen Linux-Rechnern - und was nicht.

Top 10

  • Hardware: Mein iMac ist leise, schnell und schön. So soll es sein!
  • Monitor: Der eigentliche Kaufgrund für den iMac - zurecht (solange er gerade nicht flackert)!
  • Benutzeroberfläche: Wie die Hardware: schön, elegant und einfach zu bedienen.
  • Ruhezustand: Innerhalb von zwei Sekunden ausschalten, eben so schnell wieder einschalten. Auf keinem meiner Linux-Rechner funktioniert das vergleichbar gut (nicht einmal annähernd).
  • Software-Installation: Die Installation neuer Programme (z.B. der gerade aktuellsten OpenOffice-Version) ist wesentlich einfacher als unter Linux.
  • Time Machine: Ein Backup-Programm, das man tatsächlich gerne einsetzt.
  • iPhoto: Dieses Programm zeigt, was F-Spot, digikam und Co. noch lernen müssen. Vorsicht, Suchtpotential!
  • Unix/BSD-Unterbau: Ein entscheidende Pluspunkt im Vergleich zu Windows. Keine noch so schöne Benutzeroberfläche kann mir die Konsole zur Gänze ersetzen.
  • Mac Ports: Diese Software-Sammlung gibt bequemen Zugang zu unzähligen Open-Source-Programmen und Tools. Dass man die Anwendungen vorher selbst kompilieren muss, stört nur bei Programmen mit vielen Abhängigkeiten (Gimp).
  • VirtualBox: Dieses kostenlose Virtualisierungssystem funktioniert auch unter Mac OS X tadellos. So braucht niemand auf unentbehrliche Windows- oder Linux-Programme verzichten.

Flop 10

  • Monitor-Geflacker: Der Monitor flackert manchmal. Ich weiß, AppleCare wird mir mein Gerät bei Bedarf ohne zu zögern austauschen. Aber ganz habe die Hoffnung auf ein funktionierendes Software/Firmware-Update noch nicht aufgegeben. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass Apple mit diesem offensichtlich relativ weit verbreiteten Phänomen transparenter umginge.
  • Tastaturlayout: Zum Wahnsinnigwerden! Besonders wenn man unter Mac OS X auch im Terminalfenster Unix-Programme bedient bzw. in Virtualisierungssystemen Linux oder Windows ausführt.
  • Tastatur (BlueTooth-Modell): An sich besser als befürchtet. Aber warum fehlen die Tasten Bild auf und Bild ab? Soviel Platz wäre sogar auf der schlanken BlueTooth-Tastatur gewesen. (Und warum gibt es noch immer eine CapsLock-Taste? Wenn Apple so viel wichtigere Tasten eliminiert, könnte es doch auch die überflüssigste aller Tasten entsorgen.)
  • Maus: Die elegante Magic Mouse verstaubt mittlerweile in einem Regal. Erstens ist sie für meine Begriffe zu flach, außerdem kann man mit einem Mausrad viel präziser und schneller durch 1000-seitige PDF-Dokumente blättern (was ich leider des öfteren tun muss). Die 10-Euro-Logitech-OEM-Maus ist optisch zwar kein Hingucker, erfüllt ihre Aufgabe aber besser als das teure Apple-Gerät.
  • All-in-one-Konzept: Ich hasse es, wenn ich meine Festplatte(n) nicht selbst auswechseln kann. Bei einem PC gibt das die Sicherheit, auch aus einem defekten Gerät sofort alle Daten in einen anderen Rechner übernehmen zu können (es sei denn, die Festplatte selbst ist kaputt).
  • cmd+Tab: Seit mehr als 20 Jahren wechsle ich mit Alt+Tab zwischen Fenstern, nicht Programmen. In diesem Punkt will ich einfach nicht umlernen. Die 10 EUR für Witch wären eine gute Investition, wenn das Programm auch X11-Fenster berücksichtigen würde. Das ist aber leider nicht der Fall.
  • Text kopieren/einfügen mit der Maus (mittlere Maustaste): Gerade bei der Arbeit im Terminal ist das eine feine Sache. Schade, dass Apple das anders sieht.
  • Finder 1: Warum kann man dem Programm nicht beibringen, Verzeichnisse vor Dateien zu sortieren? Meine Güte!
  • Finder 2: Und ist es zuviel verlangt, Dateien mit cmd+X / cmd+V zu verschieben? Zum Glück gibt es das Terminal und mv!
  • Zentralmenü: An sich OK, aber nicht auf einem Riesenbildschirm. Oder gar zweien. Warum nicht eine Option, um das Menü auf Wunsch in das jeweilige Fenster zu integrieren? (Die andere Alternative ist eine Programmgestaltung, bei der das Menü weitgehend überflüssig wird. Aber das ist noch nicht Realität. Vorreiter in diesem Punkt ist im übrigen Microsoft, und nicht Apple ...)

Fazit: Letztlich begeistert mich die Hardware mehr als die Software. Wenn Linux auf meinem iMac genauso gut wie Mac OS X laufen würde, könnte ich für meine Arbeit auf Mac OS X beinahe ohne Entzugserscheinungen verzichten. Die einzige Ausnahme ist iPhoto.

Update (4.2.2010): Im Terminal (aber nicht in anderen Programmen) ist es möglich, Text zu markieren und dann sofort ohne weitere Umstände mit cmd+Mittlere Maustaste an der aktuellen Cursor-Position einzufügen. Das setzt natürlich eine Maus mit einer mittleren Maustaste oder einem Mausrad voraus. Wer eine Original-Apple-Maus oder ein Notebook mit Trackpad verwendet, hat Pech.

15. Jan 2010

Emacs am Mac

In meinen Linux-Büchern habe ich den Emacs als den König der Editoren bezeichnet. Persönlich ist das Programm für mich unverzichtbar, insbesondere zur Entwicklung von PHP/MySQL-Code sowie zum Verfassen von LaTeX-Dokumenten. Wenn Sie wissen möchten, welchen der vielen Emacs-Varianten ich auf meinem iMac einsetze, lesen Sie weiter ...

Zuerst die positive Überraschung: Der Emacs ist standardmäßig bereits installiert und kann im Terminal mit emacs dateiname gestartet werden. Dann die Ernüchterung: Es handelt sich um die uralte Version 22.1, die zudem nur im Textmodus vorliegt (also nicht außerhalb des Terminals genutzt werden kann).

Nun gut, eine kurze Internet-Suche offenbart, dass an Mac-OS-X-kompatiblen Emacs-Versionen kein Mangel herrscht - ganz im Gegenteil! Das Angebot ist so groß, dass man die Qual der Wahl hat. Kurz ein Überblick über die drei populärsten Kandidaten:

  • Emacs for Mac OS X: Dabei handelt es sich um ein fertiges Kompilat von Emacs 23.1. Ab dieser Version kann der Emacs ohne Portierungsarbeiten direkt als Mac-OS-X-Programm kompiliert werden. Leider fehlt in diesem Kompilat AUCTeX, das zur Bearbeitung von LaTeX-Dateien ausgesprochen nützlich ist. Andererseits wirbt die Website ja gerade damit, dass ihre Emacs-Version ausschließlich aus GNU-Original-Code besteht: No extras, no nonsense!
  • Aquamacs Emacs: Das ist eine Portierung von Emacs 22.3 auf Mac OS X, wobei die Entwickler diverse Erweiterungen eingebaut, die die Nutzung des Editors unter Mac OS X angenehmer machen. (Emacs 22.n kann nicht direkt als Mac-OS-X-Programm kompiliert werden. Deswegen haben die Aquamacs-Entwickler den Code entsprechend erweitert.)
  • Carbon Emacs: Auch Carbon Emacs ist eine Portierung von Emacs 22.n auf die Mac-OS-X-Oberfläche. Im Vergleich zu Aquamacs Emacs bietet Carbon Emacs weniger Mac-spezifische Zusatzfunktionen. AUCTeX ist abermals enthalten.

Alle drei Varianten sind kostenlos verfügbar, und alle drei Varianten funktionieren prinzipiell gut. Insofern ist es schwer, eine Empfehlung abzugeben. Selbst bin ich nach einigen Experimenten bei Aquamacs Emacs geblieben. Eigentlich wäre mir der Original-Emacs lieber gewesen, aber ich hatte keine Lust, AUCTeX selbst hinzuzufügen.

Zuletzt noch drei Tipps zum Umgang mit Aquamacs Emacs:

  • Metataste: Standardmäßig gilt alt als Metataste. Das ermöglicht eine effiziente Bedienung, allerdings können Sonderzeichen wie @ oder { nicht mehr eingegeben werden. Abhilfe schafft Options|Option Keys| Meta & German. Diese Einstellung ermöglicht die Eingabe aller wichtigen Sonderzeichen durch alt+Taste, wobei das deutsche Apple-Tastaturlayout vorausgesetzt wird. Alle anderen alt-Kombinationen werden als Meta-Kommandos interpretiert und erlauben eine effiziente Bedienung des Editors. Options|Save Options speichert diese Einstellung.
  • Unicode: Bei meinen Experimenten hatte Aquamacs Emacs Probleme mit der richtigen Erkennung von Unicode-Dateien. Ich habe deswegen Options|Languange|Set Language Environment|UTF-8 ausgeführt und diese Einstellung mit Options|Save options gespeichert.
  • Konfigurationsdateien: Aquamacs Emacs lädt wie alle anderen Emacs-Varianten beim Start die Konfigurationsdatei /Users/name/.emacs. Allerdings speichert Options|Save options alle über das Options-Menü veränderte Einstellungen in /Users/name/Library/ Preferences/Aquamacs Emacs/customizations.el. Das kann zu Konflikten mit Ihrer .emacs-Datei führen. Abhilfe: Entfernen Sie die Blöcke custom-set-faces und custum-set-variables aus Ihrer .emacs-Datei und kopieren Sie Ihre eigenen Einstellungen nach customizations.el.
19. Jan 2010

MacPorts und Fink - OpenSource-Software am Mac

Zu populären Open-Source-Programmen wie Firefox, Thunderbird, Gimp oder Emacs gibt es fertig kompilierte Mac-OS-X-Pakete, deren Installation ein Kinderspiel ist. Wie aber installiert man andere Open-Source-Programme, ohne selbst den Compiler anzuwerfen?

MacPorts

MacPorts ist die momentan größte Sammlung von speziell für Mac OS X portierten Open-Source-Quellcode. Teil jedes Pakets (jedes Ports) sind exakte Informationen über alle Abhängigkeiten (d.h., welche anderen Programmen bzw. Bibliotheken vorher installiert werden müssen).
MacPorts ist aber mehr als eine große Software-Datenbank. MacPorts ist auch eine Sammlung von Werkzeugen, die am lokalen Rechner dabei helfen, einzelne Programme (Ports) herunterzuladen, zu kompilieren, zu aktualisieren bzw. bei Bedarf auch wieder zu entfernen. Dabei hilft das zentrale Administrationskommando port. Es muss zumeist mit Administratorrechten (also mit sudo) ausgeführt werden.

Um gleich an dieser Stelle mit einem weit verbreiteten Missverständnis aufzuräumen: MacPorts ist keine Sammlung fertig für Mac OS X kompilierter Programme! Jedes Programm, dass Sie via MacPorts auf Ihrem Rechner installieren, müssen Sie selbst kompilieren. Dabei hilft Kommando port, das Sie in einem Terminal ausführen müssen.

Bevor Sie MacPorts nutzen können, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein (in dieser Reihenfolge):

  • X11 muss installiert sein. Bei aktuellen Mac-OS-X-Versionen ist das standardmäßig der Fall.
  • Xcode muss installiert sein. Diese Sammlung von Mac-OS-X-Entwicklungswerkzeugen befindet sich auf Ihrer Mac-OS-X-DVD bzw. kann in ihrer aktuellsten Version kostenlos von der Apple-Website heruntergeladen werden.
  • MacPorts selbst muss installiert sein. Dazu laden Sie das entsprechende *.dmg-Paket von der Website macports.org herunter und installieren es wie jedes andere Programm, in dem Sie es in das Programmverzeichnis verschieben.

port install name lädt nun den Quellcode des gewünschten Programms herunter, konfiguiert und verändert diesen gemäß den Informationen aus der MacPort-Datenbank und kompiliert und installiert das Programm. Falls das Programm andere Programme oder Bibliotheken voraussetzt, werden diese ebenfalls kompiliert. Der im folgenden Beispiel verwendete Editor joe ist frei von solchen Abhängigkeiten und ist insofern ein guter Startpunkt, um MacPorts testen. Die Installation sollte weniger als eine Minute dauern.

$ sudo ports install joe

Das so installierte Programm können Sie nun im Terminal starten (beispielsweise mit joe dateiname). Das setzt voraus, dass Sie den Programmnamen kennen. Dieser stimmt zumeist (aber nicht immer!) mit dem Port-Namen überein. port trägt das neu kompilierte Programm nicht in das Programmverzeichnis von Mac OS X ein, d. h. ein Start über das Mac-OS-X-Dock ist nicht vorgesehen.

Nicht immer funktioniert die Installation eines neuen Programms so problemfrei wie bei joe. Zum einen kann die Installation komplexer Programme (z.B. Gimp) etliche Stunden dauern, weil vorher unzählige zugrundeliegende Programme und Bibliotheken heruntergeladen und kompiliert werden müssen. Zum anderen sind bei meinen Tests mehrfach Kompilierfehler aufgetreten. Derartige Fehler sind zwar oft schon auf der Website trac.macports.org dokumentiert, das manuelle Einbauen von Patches ist aber sicherlich nicht jedermans Sache.

Fink

Das Fink-Projekt ist eine interessante Alternative zu MacPorts. Die Zielsetzung ist dieselbe: Open-Source-Pakete unkompliziert für Mac OS X zur Verfügung zu stellen. Ein grundlegender Unterschied besteht aber darin, dass Fink Binärpakete anbietet. Sie müssen also keine Programme selbst kompilieren, was eine Menge Zeit sparen kann. Zur Paketverwaltung kommt das von Debian bzw. Ubuntu bekannte Kommando apt get zum Einsatz, was Fink für Linux-Umsteiger besonders attraktiv macht. Allerdings ist die erstmalige Installation von Fink unter Snow Leopard momentan mühsam – es gibt noch kein Installationspaket. Außerdem sind die bei Fink angebotenen Programme bisweilen weniger aktuell als das Angebot bei MacPorts.

4. Feb 2010

Flicker flacker - Teil 3

Ein neuer Hoffnungsschimmer ...

Apple hat ein neues »Display-Firmware«-Update veröffentlicht, um das gelegentliche Flackern und andere Display-Probleme zu beheben. (Das erste Firmware-Update war für die Grafikkarte.) Die Mehrheit der Kommentare im Apple-Forum sind positiv, es gibt aber auch einzelne Meldungen, dass das Flackern trotz Firmware-Update weitergeht. Wie effektiv das Update also wirklich ist, kann momentan niemand mit Gewissheit sagen.

Auf meinem eigenen Rechner trat das Problem bisher ca. im Wochen-Rhythmus auf, also sehr selten. Nach dem Update vor zwei Tagen habe ich kein Flackern mehr festgestellt. Gewissheit wird es aber wohl erst in einigen Wochen geben.

Update (19.2.2010): Mein Rechner hat seit der Installation des letzten Updates nicht mehr geflackert, und auch sind die diversen Flacker-Foren ziemlich ruhig geworden. Es sieht also so aus, als wäre das Problem tatsächlich gelöst. Hurra!

24. Feb 2010

MySQL am Mac

MySQL ist das führende Open-Source-Datenbanksystem. Mit Mac OS X Server wird MySQL standardmäßig mitgeliefert. Aber auch bei der gewöhnlichen Mac-OS-X-Version ist die Installation von MySQL nur eine Angelegenheit weniger Minuten.

Auf dev.mysql.com finden Sie MySQL als Image-Datei. Die rund 70 MByte große Datei enthält neben der Readme-Datei drei Komponenten:

  • mysql-n.pkg: Installationspaket für den Datenbank-Server mit all seinen Werkzeugen (die Installation erfolgt in das Verzeichnis /usr/local/mysql)
  • MySQLStartupItem.pkg: Dateien für den automatischen Start des Servers beim Rechnerstart
  • MySQL.prefPane: minimalistisches Konfigurationsprogramm zur Integration in die Mac-OS-X-Systemeinstellungen; damit können Sie MySQL manuell starten und stoppen

Zur Installation führen Sie per Doppelklick in dieser Reihenfolge mysql-n.pkg, MySQLStartupItem.pkg und MySQL.prefPane aus. Der MySQL-Server wird von nun an bei jedem Rechnerstart automatisch gestartet. Wenn Sie das nicht möchten, verwenden Sie in /etc/hostconfig die Einstellung MYSQLCOM=-NO-.

Um MySQL nach der Installation erstmalig zu starten (ohne den Rechner neu zu starten), führen Sie in einem Terminal das folgenden Kommando aus:

$ sudo /Library/StartupItems/MySQLCOM/MySQLCOM start

PATH einstellen

Die MySQL-Administrations-Tools befinden sich im Verzeichnis /usr/local/mysql/bin. Wenn Sie diesen Pfad nicht jedesmal angeben möchten, fügen Sie ihn zur Umgebungsvariablen PATH hinzu. Dazu ändern Sie die Datei ~/.profile wie folgt:

# in .profile
export PATH=/usr/local/mysql/bin:$PATH

Außerdem stellen Sie sicher, dass .profile von der Datei ~/.bash_profile gelesen wird:

# in .bash_profile
if [ -e .profile ]; then
source .profile
fi

MySQL absichern

Standardmäßig ist der root-Account des MySQL-Servers nicht durch ein Passwort abgesichert. Abhilfe schaffen die folgenden Kommandos, die in einem Terminal ausgeführt werden müssen:

$ mysql -u root
> UPDATE mysql.user SET password=PASSWORD('geheim') WHERE user='root';
> FLUSH PRIVILEGES;
> exit

Damit Sie in Zukunft eine root-Verbindung zum MySQL-Server herstellen können, verwenden Sie das Kommando mysql -u root -p. Die Option -p ermöglicht die Angabe des root-Passworts.

/etc/my.cnf

Standardmäßig gibt es keine Konfigurationsdatei /etc/my.cnf. Der MySQL-Server verwendet daher die einkompilierte Standardeinstellungen. Wenn Sie abweichenden Konfigurationseinstellungen nutzen möchten, müssen Sie die Textdatei /etc/my.cnf selbst einrichten. Musterdateien finden Sie in /usr/local/mysql/support-files.

MySQL Workbench

Wer MySQL nicht ausschließlich im Terminal bedienen möchten (also mit den Kommandos mysql, mysqldump etc.), sollte die grafische Benutzeroberfläche MySQL Workbench installieren. Damit können Sie SQL-Kommandos testen und ausführen, neue Datenbanken einrichten, den Server administrieren etc.

4. Mar 2010

bash-completions

Im Terminal vervollständigt die tab-Taste wie unter Linux Kommando- und Dateinamen. Unter Linux funktioniert dieser Mechanismus aber wesentlich besser: Beispielsweise liefert man l tab eine Liste aller man-Seiten, die mit dem Buchstaben L beginnen. Soviel Intelligenz muss man dem Mac erst beibringen.

Dieser Tipp setzt voraus, dass Sie MacPorts installiert haben (siehe auch diesen Tagebucheintrag). Ist diese Voraussetzung erfüllt,  führen Sie einfach das folgende Kommando aus:

sudo port install bash-completions

Anschließend ergänzen Sie die Datei .bash_profile um die folgenden drei Zeilen:

if [ -f /opt/local/etc/bash_completion ]; then
. /opt/local/etc/bash_completion
fi

Damit die Änderungen wirksam werden, starten das Terminal-Programm neu.

Änderungen am Algorithmus, nach denen die bash nun Zeichenketten vervollständigt, können Sie direkt in der Datei /opt/local/etc/bash_completion sowie in den Dateien des Verzeichnisses /opt/local/etc/bash_completion.d/ vornehmen. Details zur completion-Syntax gibt man bash (suchen Sie im schier endlosen Hilfetext nach »Programmable Completion«).

10. Mar 2010

LaTeX am Mac

Die blank polierte Benutzeroberfläche von Mac OS X scheint auf den ersten Blick nicht die ideale Voraussetzung zur Nutzung des wenig intuitiven (aber umso effizienteren) Satzsystem LaTeX zu sein. Doch weit gefehlt: Nur ein kleiner Download (1,3 GByte!) trennt Sie von der aktuellen MacTeX-Distribution!

Es gibt verschiedene Wege, um LaTeX auf einem Apple-Computer zu installieren. Ich konzentriere mich hier auf MacTeX. Dabei handelt es sich um eine Zusammenstellung von Werkzeugen und Fonts auf der Basis der TeXLive-Distribution, die für die TeX- und LaTeX-Welt das Maß der Dinge ist. Alternativen zu MacTeX sind die nicht mehr gewartete Distribution gwTeX (auf der Basis der ebenfalls eingestellten teTeX-Distribution) oder eine eigene Installation via MacPorts oder Fink (wovon ich wegen der hohen Komplexität aber abrate).

Sie finden MacTeX in Form einer 1,3 GByte großen ZIP-Datei hier zum Download:

http://www.tug.org/mactex/

Zur Installation öffnen Sie das ZIP-Archiv und führen das darin enthaltene Installationsprogramm MacTeX-20nn.mpgk aus. Normalerweise werden alle verfügbaren Programme, Schriften, Erweiterungsdateien etc. in das Verzeichnis /usr/local kopiert. Außerdem werden einige wenige Programme mit grafischer Benutzeroberfläche in das Verzeichnis Programme/TeX installiert, sodass diese Programme über das Dock gestartet werden können.

Während der Installation werden der Umgebungsvariablen PATH die Verzeichnisse /usr/local/bin und /usr/texbin hinzugefügt, damit die diversen TeX- und LaTeX-Programme im Terminal ausgeführt werden können. Nach einem Neustart des Terminals können Sie LaTeX bereits nutzen. Einfacher geht's nicht!

Die aktuelle MacTeX-Version basiert übrigens auf TeXLive 2009. Bei vielen Linux-Distributionen kommen wesentlich ältere TeXLive-Versionen zum Einsatz (bei Ubuntu 9.10 z.B. TeXLive 2007!).

Das TeX Live Utility

Während Sie die diversen LaTeX-Kommandos üblicherweise in einem Terminal aufrufen, gibt es zur Administration der zahllosen Pakete von MacTeX eine grafische Benutzeroberfläche, die Sie im Dock als TeX Live Utility starten können. Der Button Update All spielt alle verfügbaren Updates ein. Im Dialogblatt Manage Packages können Sie einzelne Pakete auswählen und mit Show Info die dazu verfügbaren Informationen lesen.

TeXShop und TeXworks

Gerade für LaTeX-Einsteiger ist eine grafische Benutzeroberfläche praktisch, die beim Erstellen von LaTeX-Dokumenten und der Erzeugung von PDF-Dateien hilft. Zusammen mit MacTeX werden gleich zwei geeignete Programme installiert, nämlich TeXShop und TeXworks. Beide Programme werden über das Dock gestartet.

PDF-Viewer Skim

In aller Regel werden Sie mit LaTeX PDF-Dokumente erzeugen. Diese Dateien können Sie mit dem mit Mac OS X mitgelieferten PDF-Viewer ansehen. Andere Alternativen sind der kostenlose Acrobat Reader oder die in TeXShop oder TeXworks integrierten Viewer. Mein persönliches Lieblingsprogramm ist aber der relativ unbekannte Viewer Skim. Die attraktivste Eigenschaft dieses Open-Source-Programms ist eigentlich eine Trivialität: Das Programm kann so konfiguriert werden, dass es die PDF-Datei nach jeder Änderung automatisch neu lädt.

26. Mar 2010

DejaMenu

Spätestens im Dual-Monitor-Betrieb wird das Mac-OS-X-Zentralmenü unerträglich: Ich mag die Maus nicht fast einen Meter über zwei Bildschirme ziehen, nur um ein Menükommando auszuführen. Zum Glück gibt's DejaMenu!

DejaMenu ist ein winziges, kostenloses Programm. Es erlaubt die Konfiguration eines Tastenkürzels (standardmäßig shift+cmd-M). Wenn diese Tastenkombination gedrückt wird, erscheint an der aktuellen Mausposition das Menü des aktiven Programms als Kontextmenü. Genial! (Ich habe das Tastenkürzel auf cmd+M vereinfacht, weil ich ohnedies nie Fenster minimiere.)

Davon abgesehen wird DejaMenu nicht sichtbar, weder im Dock noch in der Menüleiste. Wenn Sie die Konfiguration von DejaMenu ändern möchten, drücken Sie die DejaMenu-Tastenkombination. Im Kontextmenü wird unter den Menüeinträgen des Programms auch ein DejaMenu-Menü eingebaut.

Damit DejaMenu funktioniert, muss im Modul Bedienungshilfen der Systemeinstellungen die Option Zugriff für Hilfsgeräte aktiviert sein. Das ist standardmäßig der Fall.

Damit das Programm nach dem Login automatisch gestartet wird, starten Sie die Systemeinstellungen, aktivieren das Modul Benutzer, wechseln in das Dialogblatt Anmeldeobjekte und fügen das Programm dort zur Liste Objekte bei der Anmeldung automatisch öffnen hinzu.

30. Mar 2010

f.lux - Warmes Licht bei Nacht (Update 26.7.)

Wer häufig in die Nacht hinein arbeitet, hat sicher schon festgestellt, dass der Monitor dann einen blauen, kalten Farbton zu bekommen scheint. Das winzige Programm f.lux reguliert die Farbtemperatur und lässt den Monitor bei Nacht in wärmeren Farbtönen leuchten.

Es ist sicherlich eine Geschmackfrage, ob man f.lux als Gimmick oder als wertvolles Tool hält. Persönlich habe ich mich aber innerhalb weniger Tage an dieses winzige Programm gewöhnt, das die Farbtemperatur des Monitorbilds in der Nacht wärmer macht.

Sie finden f.lux hier zum kostenlosen Download in drei Versionen für Windows, Mac OS X und Linux.

Die Installation und Konfiguration unter Mac OS X ist ein Kinderspiel (siehe die nebenstehende Abbildung).

Unter Linux packen Sie das tar-Archiv mit tar xzf aus. Das Archiv enthält das Kompilat xflux, aber keinen Quellcode. Beim Start übergeben Sie an das Programm den Längengrad (Option -l) und die gewünschte Farbtemperatur in Kelvin (Option -t). (2700 Kelvin sind ideal für ein Zimmer, das mit herkömmlichen Glühbirnen beleuchtet wird. 3400 Kelvin passen, wenn Sie Halogen-Lampen verwenden, 4100 Kelvin für Neonröhren. 5000 Kelvin entsprechen Tageslicht.)

xflux -l 47 -t 3400

Wenn Sie unter Gnome arbeiten, richten Sie das Programm am besten mit System|Einstellungen|Startprogramme so ein, dass es nach dem Login automatisch gestartet wird.

Update 20.5.2010: Das Linux-Programm Redshift erfüllt denselben Zweck und ist als Open-Source-Code verfügbar.

Update 27.7.2010: Zu XFlux gibt es nun eine Ubuntu-Repository (PPA), dessen Verwendung hier beschrieben ist.

2. Apr 2010

mount_smbfs

Unter Linux integriert man ein Windows-/Samba-Verzeichnis mit mount -t cifs in das lokale Dateisystem. Unter Mac OS X funktioniert das auch, allerdings sehen die mount-Optionen ganz anders aus.

Vorweg eine Zusammenfassung der Unterschiede in Mac OS X (im Vergleich zu Linux):

  • Sie müssen mount -t smbfs oder mount_smbfs ausführen. mount -t cifs funktioniert nicht, mount_cifs existiert nicht. (mount_smbfs ist aber sehr wohl CIFS-kompatibel.)
  • Jeder Benutzer darf mount ausführen, sofern sich das mount-Verzeichnis innerhalb des Heimatverzeichnisses befindet (bzw. an einem anderen Ort, auf den der Benutzer Lese- und Schreibrechte hat). sudo ist also nur erforderlich, wenn ein Netzwerkverzeichnis systemweit genutzt werden soll.
  • Die Optionen uid=n und gid=n werden nicht unterstützt. Stattdessen erhält der Benutzer, der mount ausführt, erhält automatisch Schreib- und Leserechte auf das Netzwerkverzeichnis.
  • Auch die in der Linux-Welt vertrauten Optionen user und password gibt es nicht. Wenn Sie den Benutzernamen und das Passwort direkt übergeben möchten, geben Sie das Netzwerkverzeichnis in der Schreibweise //benutzer:password@servername/verzeichnis an.
  • Die Angabe des Passworts im mount-Kommando ist aus Sicherheitsgründen natürlich nicht zu empfehlen. Unter Linux lässt sich das mit einer Password-Datei (Option credentials) umgehen. Auch Mac OS X bietet diese Möglichkeit, wenn Sie mount_smbfs mit der Option -N ausführen. Das Passwort muss in ~/Library/Preferences/nsmb.conf angegeben werden. Naturgemäß ist das auch nicht viel sicherer, aber immerhin ist es nun nicht mehr erforderlich, das Passwort in jedem Backup-Script im Klartext anzugeben, das auf ein NAS zugreifen möchte.

PS: Weitere Mac-OS-X-spezifische Details geben man mount_smbs und man nsmb.conf.

Beispiel 1

mkdir myownVolumes
mkdir myownVolumes/dir1
mount -t smbfs //loginame:pw@hostname/dir1 myownVolumes/dir1

Beispiel 2 mit Passwortdatei

# Datei ~/Library/Preferences/nsmb.conf
[wd-nas:script]
password=strenggeheim

Statt mount wird nun mount_smbfs -N ausgeführt:

mkdir myownVolumes/dir2
mount_smbfs -N //loginame@hostname/dir2 myownVolumes/dir2

 

11. Apr 2010

250 GByte, wo seid ihr geblieben?

Ihre 250-GByte-Festplatte, die sich vor drei Jahren beinahe unendlich groß angefühlt hat, ist also beinahe voll? Und Sie wissen nicht, wo der viele Speicherplatz geblieben ist? Das verraten die kostenlosen Tools JDiskReport (Mac), Boabab (Gnome) und Konqueror (KDE).

Allen drei Programmen ist gemein, dass sie zuerst alle Verzeichnisse (ausgehend von einem beliebigen Startpunkt, z.B. Ihrem Heimatverzeichnis) einlesen. Anschließend wird der Platzbedarf der einzelnen Verzeichnisse grafisch dargestellt, wobei die optische Gestaltung stark variiert. JDiskReport hat zudem einige nützliche Zusatzfunktionen und liefert z.B. eine Liste der 50 größten Dateien.

JDiskReport (Mac)

JDiskReport ist ein kostenloses Java-Programm (aber kein Open-Source-Programm, d.h. der Quellcode ist nicht verfügbar). Das Programm ist ausgesprochen einfach zu bedienen und besticht durch viele Darstellungsoptionen. Erfreulich ist auch die hohe Geschwindigkeit, in der Verzeichnisse mit hunderten GByte von Daten eingelesen werden.

Boabab (Gnome)

Im Wesentlichen die selben Informationen wie JDiskReport liefert das Gnome-Programm baobab, das Bestandteil des Pakets gnome-utils ist. Unter Ubuntu starten Sie das Programm mit Anwendungen|Zubehör|Festplattenbelegung analysieren.

Konqueror (KDE)

Wenn Sie unter KDE arbeiten, starten Sie zur Analyse der Festplattenbelegung den Dateimanager Konqueror und führen Ansicht|Anzeigemodus|File-Size-View aus. Die Dateien und Verzeichnisse werden nun in Rechtecken angezeigt, deren Größe den Platzbedarf auf der Festplatte widerspiegelt. Die Interpretation ist nicht ganz so intuitiv wie bei JDiskReport oder Baobab. Die Farbgestaltung, Rekursionstiefe und andere Darstellungsdetails können Sie im Ansicht-Menü einstellen.

23. Apr 2010

Wo ist mein Maus-Cursor?

Mein 27'-iMac bietet samt Zusatzmonitor eine Gesamtauflösung von 2560*1440 + 1200*1600 Pixel, knapp 6 Megapixel. Kein Pixel zuviel, wie ich meine. Das Problem: Ich finde den Mauscursor oft nicht mehr. (Notebook-Benutzer können diesen Blog-Beitrag vermutlich überspringen.)

Die jüngeren Leser diesen Blogs werden vermutlich denken, der Kofler wird langsam blind. Aber ich habe nachgerechnet: Der übliche Apple-Mauscursor ist nur 8*14 Pixel groß (ohne Schatten). Davon sind rund die Hälfte der Pixel schwarz und somit einigermaßen gut sichtbar. Das ergibt 56 Pixel oder 1/100.000 meiner Bildschirmfläche. Es sei mir also verziehen, dass ich manchmal einen Moment suchen muss, bevor ich die Ecke entdecke, in die sich die Maus, pardon, der Mauscursor verkrochen hat. (Schlimm wird's erst, wenn ich auch die Maus am Schreibtisch nicht mehr finde.)

Zum Glück hat Apple mein Problem erkannt. Im Modul Bedienungshilfen der Systemsteuerung können Sie im Dialogblatt Maus die Cursor-Größe bis auf das Fünffache vergrößern. (Eigentlich 25-fach, wenn man die Fläche berücksichtigt.) Etwas Experimentieren hat gezeigt, dass bereits eine Vergrößerung auf das Doppelte (vierfache Fläche) Wunder wirkt.

Die Lösung hat nur einen Nachteil: Sie ist grottenhässlich. Ganz Apple-untypisch gibt es anscheinend keinen Weg, den Mauscursor »schön« zu vergrößern. Offensichtlich handelt es sich um Bitmaps, nicht um Vektorgrafiken. Und diese Bitmap wird einfach pixelweise vergrößert. Mit anderen Worten: Kein echter Apple-Jünger kann mit dieser Einstellung auf Dauer leben. (Ich schon, vermutlich deshalb, weil ich dem Apple-Wahn noch nicht ganz verfallen bin.)

PS: Überraschenderweise funktioniert die Mauscursor-Vergrößerung auch in VirtualBox-Maschinen, sowohl unter Windows als auch unter Linux. Fein!

13. May 2010

Aquamacs 2.0

Mein Lieblings-Editor unter Mac OS X ist nun endlich up-to-date zu Emacs 23.2.

Wer unter Mac OS X den Emacs einsetzen möchte, hat ja bekanntlich die Qual der Wahl: die mit Mac OS X mitgelieferte Textversion, Emacs for Mac OS X, Aquamacs, Carbon Emacs etc. Letztlich ist es eine Frage persönlicher Vorlieben, welche Emacs-Variante zum Einsatz kommt. Ich habe mich vor einem halben Jahr für den Aquamacs entschieden und habe es bisher nicht bereut. Der einzige Mangel: Aquamacs 1.9 basierte auf der nicht mehr aktuellen Version Emacs 22.n.

Umso erfreulicher, dass vor wenigen Tagen Aquamacs 2.0 auf der Basis von Emacs 23.2 fertiggestellt wurde. Die wichtigsten Neuerungen (zitiert aus der offiziellen News-Meldung):

  • Now fully based on Cocoa, a modern technology that facilitates program development and maintenance, supports 64-bit computing on Macs and allows for better integration of applications with the operating system and other applications.
  • New application icon and streamlined name.
  • Significantly improved dialogs for opening, saving, and printing files, configuring fonts and colors, and displaying user messages.
  • Text display now fully based on Unicode.
  • More consistency and configurability in key bindings.
  • Improvements in configurability of toolbars.
  • Numerous updates in major included Emacs editing modes, including Python, Ruby, ESS, LaTeX/AucTeX, and more.

Meine Erfahrungen: Die Installation erfolgt parallel zur alten Version, so dass beide Aquamacs-Versionen nebeneinander genutzt werden können. Alle persönlichen Einstellungen werden übernommen und funktionieren weiterhin. Abstürze oder größere Probleme sind mir bisher (nach mehreren Stunden intensiver Nutzung) nicht aufgefallen, dramatische Neuerungen oder Verbesserungen freilich auch nicht.

Mein einziges Problem: Ctrl-X, S, ! zum Speichern aller geänderten Dateien funktioniert nicht. ! wird nicht als Eingabe akzeptiert. Das Problem ist aber schon bekannt, Abhilfe schafft die Installation des aktuellen nightly build.

21. May 2010

Der Dateimanager kostet extra (Path Finder)

Heute habe ich also in den sauren Apfel gebissen und $ 40 für den Dateimanager Path Finder von Cocoatech bezahlt (abzüglich $ 5 Twitterbonus). Das Geld ist sicherlich gut investiert, aber die Notwendigkeit, eine Dateimanager zu kaufen, ist ein Armutszeugnis für Apple. Unter Linux wäre ich niemals auf so eine Idee gekommen (und unter Windows übrigens auch nicht ...).

Der Kauf war überfällig. Dass ich mich mit Apples Dateimanager »Finder« nicht würde anfreunden können, wurde schon nach wenigen Tagen mit Mac OS X deutlich. Seit Monaten verwende ich nun Path Finder als Dateimanager, wenn ich meine Dateien nicht mit cp, mv oder rsync zwischen verschiedenen Verzeichnissen bzw. Festplatten hin- und herbewege.

Dankenswerterweise gewährt Cocoatech eine 30-tägige Testperiode, die sich mit jedem Update verlängert (aufgrund der regelmäßigen Updates de-facto  unbegrenzt). Aber fair ist fair, ich mag auf das Programm nicht mehr verzichten, daher: Kaufen, bevor der Euro-Kurs weiter sinkt!

Features

Was kann Path Finder also, was Apples Finder nicht kann?

  • unsichtbare Dateien auf Knopfdruck anzeigen bzw. ausblenden (cmd+.)
  • Verzeichnisse vor Dateien sortieren
  • Dateien mit cmd+x, cmd+v verschieben
  • mehrere Verzeichnisse in Dialogblättern (tabs) anzeigen
  • das Kontextmenü für Datei-Operationen individuell anpassen

Bis auf den letzten Punkt alles vollkommen banale Dinge, möchte man meinen. Natürlich bietet Path Finder außerdem noch ca. 1000 Zusatzfunktionen, aber die brauche ich nicht (und die meisten kenne ich auch gar nicht).

PS: Hallo Apple! Wenn ihr nicht wisst, wohin mit den Milliarden US $, wäre Cocoatech vielleicht eine Investitionsmöglichkeit. Damit nicht auch Mac OS X 10.7 mit einem Dateimanager ausgeliefert wird, der für anspruchsvolle Anwender untauglich ist. Und für die Apple-Einsteiger kann man sicher einen Noob-Modus implementieren, um den Path Finder auf Finder-Niveau zu reduzieren.

PPS: Nein, ich stehe in keiner wie auch immer gearteten Verbindung zu Cocoatech.

25. May 2010

TeamViewer: Fernwartung, die funktioniert

Schon seit Jahren bietet teamviewer.com die gleichnamige Fernwartungs-Software für Windows und Mac OS X an. Ganz neu ist die Linux-Version, die zwar offiziell noch Beta-Status hat, aber schon ausgezeichnet funktioniert. Damit gibt es nun für alle gängigen Betriebssysteme einen gemeinsamen Nenner, wenn es um Fernwartung geht.

Windows, Mac-OS-X- und Linux-Fans werden jetzt unison einwerfen: Das gibt es ja alles schon! Seit vielen Jahren! Wird gleich mitgeliefert!

Das stimmt alles, aber die in der Regel auf VNC basierenden Programme funktionieren leider nur, wenn sich beide Rechner im selben Netzwerk befinden. Und nachdem mittlerweile in beinahe jedem Haushalt ein ADSL-Router steht, der die öffentliche IP-Adresse des Providers via NAT in ein privates Netzwerk abbildet (üblicherweise mit den Adressen 192.168.*.* oder 10.*.*.*), ist diese Voraussetzung zwar innerbetrieblich oft erfüllt, im privaten Bereich aber so gut wie nie. Firewalls, VPNs etc. tragen das ihre dazu bei, simple Fernwartung auf VNC-Basis unmöglich zu machen.

Das kommerzielle Programm TeamViewer umgeht diese Hürden. Die einzige Voraussetzung besteht darin, dass das Programm auf beiden Rechnern installiert ist. Sollte eine direkte Kommunikation zwischen den Rechnern unmöglich sein, nehmen die Datenpakete einen Umweg über einen TeamViewer-Server.

Installation

Die Installation des TeamViewers ist auf allen Betriebssystemen unkompliziert. Für Linux stehen RPM- und Debian-Pakete oder ein TAR-Archiv mit 32- und 64-Bit-Versionen des Programms zur Auswahl. Bei meinen Tests unter Ubuntu 10.04 klappte die Installation des Debian-Pakets auf Anhieb.

Anwendung

Die Nutzung von TeamViewer ist denkbar einfach. Beide Seiten starten auf ihren Rechnern jeweils den TeamViewer. Der Schöne daran: TeamViewer unterscheidet nicht zwischen Client- und Server-Versionen. Jedes TeamViewer-Programm kann gleichermaßen eine Verbindung initiieren oder einen fremden Desktop zur Fernsteuerung anzeigen – und das über Betriebssystemgrenzen hinweg.

Der Hilfesuchende teilt nun dem Helfer seine neunstellige ID-Nummer und sein vierstelliges Kennwort mit (z.B. per E-Mail oder per Telefon). Der Helfer gibt die ID ein und klickt auf Mit Partner verbinden. Anschließend muss noch das Passwort angegeben werden – fertig! (Die ID-Nummer eines Rechners bleibt übrigens immer gleich, was wiederholte Wartungsaufgaben erleichtert. Nur das Passwort ändert sich natürlich von Sitzung zu Sitzung.)

Naturgemäß funktioniert TeamViewer am besten, wenn die Netzwerkverbindung schnell ist. Wenn diese Voraussetzung nicht gegeben ist, sollten bewegte Grafiken (Flash-Animationen), 3D-Effekte (Compiz) etc. möglichst deaktiviert werden. Auch ein einfärbiger Bildschirmhintergrund spart wertvolle Netzwerkressourcen.

Preis

Irgendwo muss ja ein Haken sein – was kostet der Spaß? Die private Anwendung von TeamViewer ist erfreulicherweise kostenlos. Zur kommerziellen Nutzung – also z.B. in der Support-Abteilung einer Firma – ist allerdings eine Lizenz erforderlich (ab 500 EUR). Auf der Client-Seite (Kundenseite) bleibt die Nutzung von TeamViewer auch in diesem Fall kostenfrei.

24. Jun 2010

Readability-Add-On für Firefox

Auch wenn ich unter Mac OS X arbeite, verwende ich fast immer Firefox als Webbrowser. Aber in letzter Zeit habe ich immer öfter parallel auch Safari gestartet, und zwar nur aus einem einzigen Grund: Die neue Reader-Funktion macht das Lesen längerer Artikel einfach so viel angenehmer. Aber für Linux gibt es keinen Safari. Abhilfe schafft das Firefox-Plugin Readability.

Readability und ist eigentlich wesentlich älter als die Reader-Funktion von Safari (aber weniger bekannt). Readability wurde im Rahmen eines lab.arc90-Experiments entwickelt und war die Grundlage für die Safari-Reader-Funktion!

Nach der problemlosen Installation enthält die Statusleiste von Firefox einen neuen Button »R«. Wenn Sie diesen Button anklicken bzw. Strg+Alt+R drücken (Cmd+Alt+R auf Apple-Rechnern), wird nur noch der Kerninhalt der Seite angezeigt, ohne überflüssige Navigations- und Werbeelemente. Die folgende Abbildung zeigt den Beginn eines derstandard.at-Artikels.

Readability funktioniert nicht ganz so gut wie am Safari:

  • Manchmal (zum Glück sehr selten) erkennt das Add-On nicht, welcher Frame den eigentlich relevanten Text enthält, und zeigt dann den falschen Text an.
  • Bei mehrseitigen Artikeln wird nur die aktuelle Seite angezeigt, während Safari gleich alle Seiten lädt und damit noch mehr Komfort bietet.
  • Um zur originalen Seite zurückzukehren, muss diese neugeladen werden. Bei Safari reicht dazu ein Mausklick außerhalb des Reader-Bereichs.

Trotz dieser kleinen Mängel erfüllt das Add-on seinen Zweck und ist aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken.

PS: Auch für Google-Chrome-Fans gibt es eine vergleichbare Extension namens iReader, die ich aber nicht getestet habe.

26. Jul 2010

iPad-Impressionen

Ein neues Spielzeug hält mich von der Arbeit ab: das iPad. Steve Jobs hat nicht unrecht, wenn er von einem magischen Gerät spricht, und es kann gut sein, dass das Gerät als Meilenstein in die IT-Geschichte eingeht. Aber alle Magie hat Grenzen ...

Eines gleich vorweg: Als Gerät zum Konsumieren von Inhalten, also zum Surfen im Web, zum Ansehen von Bildern, zum Lesen von E-Mails, zum Anhören von Musik (nur mit Kopfhörer, der Lautsprecher ist mies!) ist das iPad genial. Wer Inhalte produzieren will, wird weiterhin ein Notebook oder einen PC brauchen. Soviel war mir schon vor dem Kauf klar. Einige andere Eigenschaften erschließen sich erst, wenn man länger mit dem iPad arbeitet (spielt).

Total iTunes-abhängig

Ich hatte erwartet, dass das iPad als eigenständiges Gerät verwendet werden kann. Fehlanzeige. Bereits zur Inbetriebnahme ist ein herkömmlicher PC mit einer aktuellen Windows- oder Mac-OS-X-Version plus iTunes erforderlich. (Linux wird selbstredend nicht unterstützt.) iTunes hilft auch dabei, um Bilder, Videos, etc. auf das iPad zu bringen. Ohne iTunes kann man mit dem iPad surfen und Apps einkaufen, aber nicht viel mehr.

Safari ohne Reader-Modus

Der Reader-Modus des Safari, der mir unter Mac OS X so gut gefällt, steht am iPad nicht zur Verfügung. Das ist unverständlich, weil er gerade für ein kleines Display ideal geeignet wäre. Hoffen wir auf iOS 4.0.

Leerer iBook-Shop

Die iBook-Application wird bei derersten Verwendung des App-Stores automatisch installiert, zusammen mit einer kostenlosen (englischen) Ausgabe von Winnie the Pooh. Dieses ebook macht Appetit auf mehr, das iBook-Shop ist aber bis auf ein paar kostenlose alte Schmöker aus dem Gutenberg-Projekt komplett leer (zumindest in Österreich). Selbst wer willig wäre, Geld für ebooks auszugeben, findet nicht ein einziges Buch zum Kauf. Dass die Zusammenarbeit mit den deutschen Verlegern schwierig ist, kann ich mir schon vorstellen, aber dass es auch keine englischen Titel gibt, ist doch enttäuschend. Nun denn, Amazons Kindle-App für den iPad füllt diese Lücke.

PDFs in Safari und iBooks

Auch wer schon ebooks in Form von PDF-Dateien besitzt, hat Pech: Safari und die kostenlose App iBooks können zwar mit PDF-Dateien umgehen, der Komfort ist aber mäßig. Natürlich gibt es diverse Apps, die diesen Mangel beheben (dazu später mehr in einem eigenen Blog-Eintrag), dennoch hätte ich mir von einem Gerät, das (auch) als ebook-Reader und Kindle-Killer präsentiert wird, in dieser Hinsicht mehr erwartet.

Update (1.8.2010): Christop Langner war so freundlich mich darauf hinzuweisen, dass es das iPad heißt.