Bernd Öggl und ich haben vor einigen Monaten darüber diskutiert, welche Tools wir täglich nutzen. Das Ergebnis: Docker, Git und Claude Code. Nachdem wir zu den ersten beiden Themen bereits Bücher geschrieben haben, war es naheliegend, einen weiteren Band zu unserem neuen Lieblingswerkzeug nachzulegen. Und genau das haben wir getan! Das Buch soll noch diese Woche in die Druckerei gehen.
Eigentlich beginnt die Geschichte dieses Buchs schon 2024. Da haben wir mit Aider das erste Coding-CLI ausprobiert. Die Begeisterung hielt sich damals in Grenzen. Im Herbst 2025 hat sich das geändert: Die Sprachmodelle waren gut genug, um agentisches Programmieren ohne die Kontrolle jeder einzelnen Zeile zu ermöglichen. Anthropic ist mit Claude Code das Kunststück gelungen, schneller und agiler als die Konkurrenz zu erraten, was Programmiererinnen und Entwicklern wichtig ist, und das Ganze in eine Terminal-basierte Umgebung zu verpacken. Agentic Coding per CLI erlebt gerade seinen Durchbruch.
Heute ist für uns ein Arbeiten ohne Claude Code kaum noch vorstellbar. Wir setzen das Programm nicht nur zur Software-Entwicklung ein, sondern auch für administrative Arbeiten, die Lösung von Setup-Problemen, die Suche nach Sicherheitslücken usw.
Das Buch ist kein Handbuch, das alle Optionen und Slash-Kommandos der Reihe nach abarbeitet. Stattdessen verbinden wir die Grundlagen mit vielen praktischen Beispielen aus größeren und kleineren Software-Projekten, die aus unserem beruflichen Alltag stammen. Wir versprechen Ihnen nicht das Blaue vom Himmel: Wir zeigen auch, wo Claude Code danebenliegt, und leiten daraus Arbeitsweisen ab, die sich bei uns bewährt haben.
Natürlich behandeln wir wichtigen Funktionen: Permissions, CLAUDE.md, Skills, Hooks, Plugins, MCP-Server, Subagenten und Worktrees. Ein eigenes Kapitel zeigt, was Claude Code als IT-Agent jenseits des Programmierens leisten kann. Auf KI-Grundlagen verzichten wir dagegen bewusst. Das Buch konzentriert sich fast vollständig auf die Nutzung von Claude Code im Terminal.
Weitere Details finden Sie hier.

Hallo Herr Dr. Kofler,
ich bin auf Ihren Artikel „Claude Code unter Linux – Korrektur“ sowie auf Ihr Buch „Claude Code – Das Praxisbuch für Entwickler und DevOps-Teams“ aufmerksam geworden und interessiere mich für das Buch.
Vor dem Kauf hätte ich allerdings noch eine Frage: Ist es für die praktische Umsetzung der im Buch beschriebenen Beispiele und Arbeitsabläufe zwingend erforderlich, Claude bzw. Claude Code zu verwenden, oder lassen sich diese auch mit ChatGPT beziehungsweise OpenAI Codex nachvollziehen?
Ich nutze bereits OpenAI Codex intensiv, aber noch kein Claude. Daher würde mich interessieren, inwieweit die vermittelten Inhalte und Methoden auf andere KI-Werkzeuge übertragbar sind oder ob das Buch überwiegend auf die spezifischen Funktionen von Claude Code ausgerichtet ist.
Über eine kurze Einschätzung würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen
Tim Holst
»Claude Code« ist ja jetzt schon mein drittes KI-Buch. »Coding mit KI« und »Agentic AI« sind jeweils Tool-unabhängig und behandeln eine Fülle von Werkzeugen. »Claude Code« konzentriert sich, wie der Titel schon sagt, komplett auf die Nutzung des Claude-Code-CLI im Terminal. Natürlich wird es viele Kommandos und Funktionen geben, die in anderen CLIs ganz ähnlich funktionieren. Aber wir haben das weder getestet noch recherchiert.