Alle Beiträge von Michael Kofler

Mit Claude Code eine Linux-Prüfung korrigieren

Coding mit KI-Unterstützung ist mittlerweile für die meisten Entwickler gelebte Praxis. Weniger bekannt ist, dass CLIs wie Claude Code auch abseits der Programmierung ein großartiges Werkzeug sind: Mit CLIs können Sie per SSH Linux-Installationen administrieren, Backups überprüfen, Docker-Setups einrichten oder Mail-Server-Konfigurationen analysieren.

Darüber hinaus setze ich Claude Code seit einigen Monaten für die Korrektur meiner Linux-Prüfungen ein. In diesem Beitrag erkläre ich, wie das funktioniert und warum das für mich eines der überzeugendsten Beispiele für »agentische KI« abseits des Codings ist.

Ich konzentriere mich in diesem Artikel auf Claude Code und habe das Setup auch nur mit dieser CLI getestet. Aber prinzipiell sollte das Setup ebenso gut mit Codex, Vibe CLI, Pi oder jedem anderen KI-Tool funktionieren, das im Terminal läuft und mit einem ausreichend leistungsstarken Sprachmodell verbunden ist.

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📚 Vorankündigung: Claude Code

Bernd Öggl und ich haben vor einigen Monaten darüber diskutiert, welche Tools wir täglich nutzen. Das Ergebnis: Docker, Git und Claude Code. Nachdem wir zu den ersten beiden Themen bereits Bücher geschrieben haben, war es naheliegend, einen weiteren Band zu unserem neuen Lieblingswerkzeug nachzulegen. Und genau das haben wir getan! Das Buch soll noch diese Woche in die Druckerei gehen.

Das Bild zeigt das Cover des Buchs »Claude Code« von Michael Kofler und Bernd Öggl.

Eigentlich beginnt die Geschichte dieses Buchs schon 2024. Da haben wir mit Aider das erste Coding-CLI ausprobiert. Die Begeisterung hielt sich damals in Grenzen. Im Herbst 2025 hat sich das geändert: Die Sprachmodelle waren gut genug, um agentisches Programmieren ohne die Kontrolle jeder einzelnen Zeile zu ermöglichen. Anthropic ist mit Claude Code das Kunststück gelungen, schneller und agiler als die Konkurrenz zu erraten, was Programmiererinnen und Entwicklern wichtig ist, und das Ganze in eine Terminal-basierte Umgebung zu verpacken. Agentic Coding per CLI erlebt gerade seinen Durchbruch.

Heute ist für uns ein Arbeiten ohne Claude Code kaum noch vorstellbar. Wir setzen das Programm nicht nur zur Software-Entwicklung ein, sondern auch für administrative Arbeiten, die Lösung von Setup-Problemen, die Suche nach Sicherheitslücken usw.

Das Buch ist kein Handbuch, das alle Optionen und Slash-Kommandos der Reihe nach abarbeitet. Stattdessen verbinden wir die Grundlagen mit vielen praktischen Beispielen aus größeren und kleineren Software-Projekten, die aus unserem beruflichen Alltag stammen. Wir versprechen Ihnen nicht das Blaue vom Himmel: Wir zeigen auch, wo Claude Code danebenliegt, und leiten daraus Arbeitsweisen ab, die sich bei uns bewährt haben.

Natürlich behandeln wir wichtigen Funktionen: Permissions, CLAUDE.md, Skills, Hooks, Plugins, MCP-Server, Subagenten und Worktrees. Ein eigenes Kapitel zeigt, was Claude Code als IT-Agent jenseits des Programmierens leisten kann. Auf KI-Grundlagen verzichten wir dagegen bewusst. Das Buch konzentriert sich fast vollständig auf die Nutzung von Claude Code im Terminal.

Weitere Details finden Sie hier.

Raspberry Pi Zero 2

Seit Ende Oktober 2021 ist die Raspberry-Pi-Familie um ein weiteres Mitglied gewachsen: Der Raspberry Pi Zero 2 löst die vorangegangenen Zero-Modelle ab. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist die wesentlich schnellere CPU im System-on-a-Chip (SoC) mit der Bezeichnung BCM2710A1. Dahinter versteckt sich eine Variante des SoC aus dem Raspberry Pi 3. Der Zero 2 glänzt jetzt mit 4 Cores und einer Taktfrequenz von 1 GHz. Damit ist die Rechenleistung um ein Vielfaches höher als bisher.

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📚 Python (2. Aufl.) erschienen

Die zweite Auflage von »Python — Der Grundkurs« ist erschienen. Für die Neuauflage habe ich dieses äußerst erfolgreiche Buch im Hinblick auf die aktuelle Python-Version 3.10 vollständig aktualisiert und in vielen Details verbessert:

  • Assignment Expressions (Zuweisung und Vergleich kombinieren)
  • Neue Formatierungssyntax `f'{varname}‘
  • Vereinigung von Dictionaries
  • Pattern Matching (Tupel, Listen und Sets mit Mustern auswerten)
  • Stärkere Berücksichtigung von VSCode als Python-Editor

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Raspberry Pi OS Bullseye

Die Raspberry Pi Foundation hat eine neue Raspberry-Pi-OS-Version auf der Basis von Debian Bullseye freigegeben. Damit ändert sich Einiges: Zum einen natürlich eine Menge Versionsnummern dank des modernisierten Debian-Unterbaus, zum anderen aber auch durchaus wichtige technische Details. Z.B. verwendet Rasbperry Pi OS nun standardmäßig GTK3 und den Displaymanager Mutter — zumindest auf Rechnern mit 2 GByte. Aber der Reihe nach …

Update 7.12.2021: Die alte Raspberry-Pi-OS-Version (Buster) wird bis auf Weiteres mit Updates versorgt und erhält die Bezeichnung Legacy. Damit wird niemand zum Update auf die neue Version (Bullseye) gezwungen. Mehr Details können Sie im Blog von raspberrypi.com nachlesen.

Der PIXEL-Desktop von Raspberry Pi OS

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Ubuntu 21.10

Mit Ubuntu 21.10 »Impish Indri« hat Canonical das letzte Release vor der nächsten LTS-Version 22.04 fertiggestellt. Die wichtigsten Neuerungen lassen sich in zwei Punkten zusammenfassen: Ubuntu hat den Sprung auf Gnome 40 vollzogen (wenn auch nicht auf die aktuelle Version 41), und Firefox steht standardmäßig als Snap-Paket zur Verfügung. Das neue Installationsprogramm, an dem Canonical zur Zeit arbeitet, war noch nicht so weit gediehen, dass es für Version 21.10 zum Einsatz kommen konnte.

Ubuntu 21.10 verwendet Gnome 40 als Desktop — aber mit einem vertikalen Dock

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📚 Linux (17. Aufl.) erschienen

Soeben ist mein Linux-Buch in der (unglaublich!) 17. Auflage beim Rheinwerk-Verlag erschienen!

Wie üblich habe ich das Buch im Sommer komplett aktualisiert, d.h., der gesamte Text wurde an die bis August 2021 verfügbaren Distributionen und Software-Versionen angepasst. Die folgende Liste nennt in Stichpunkten weitere Neuerungen:

  • Distributionen: AlmaLinux, Manjaro Linux, Oracle Linux, Rocky Linux
  • Desktop-Nutzung: Gnome 40, draw.io, Visual Studio Code
  • Shell: zsh als zunehmend attraktive bash-Alternative
  • Let’s Encrypt: Zertifikate mit acme.sh einrichten
  • SSH: Zweifaktorauthentifizierung (2FA) mit Google Authenticator und YubiKey
  • Firewalls: von iptables zu nft
  • Docker: Container ohne root-Rechte, Podman
  • Linux unter Windows: WSL2 und WLSg

Noch mehr Details zum Buch finden Sie hier.