Endlich lieferbar: Das Hacking-Buch

Vor einer Woche wurde unser Hacking-Buch ausgeliefert. Heute hat es schließlich den Weg bis nach Graz gefunden. Einzig Amazon glaubt noch immer, dass es das Buch erst in ein bis zwei Monaten liefern kann. (Update: Amazon hat die Bücher gefunden, sie sind nun auch dort sofort lieferbar.) Bestellen Sie das Buch am besten direkt im Rheinwerk Verlag! Das hat den Vorteil, dass Ihnen dort das Kombiangebot Buch/Ebook zur Auswahl steht.

Entstehungsgeschichte

Langwierig ist nicht nur die Auslieferung, lange ist auch die Entstehungsgeschichte des Buchs: Zum ersten Mal hat Sebastian Kestel, damals Lektor beim Rheinwerk-Verlag, 2014 bei mir angefragt, ob ich mir vorstellen könnte, ein Hacking-Buch zu machen. Mein erster Gedanke war zwar kein kategorisches »Nein«; es war mir aber bewusst, dass ich alleine unmöglich in der Lage wäre, ein umfassendes und fundiertes Buch zum Thema »Hacking und Security« zu machen. Denn schon damals war mir klar, dass ein derartiges Buchs mehr sein müsste als eine Vorstellung von Kali Linux und ein paar der dort vorhandenen Tools.

»Hacking« ist sicherlich ein spannendes Thema, aber es kann nur der erste Schritt sein. »Security« ist die logische Konsequenz, die aus allen Hacking-Möglichkeiten zu ziehen ist: Wie können Windows- und Linux-Server, Smartphones und Cloud-Anwendungen allen Hacking-Tools zum Trotz möglichst sicher betrieben werden? Diese Themenfülle ist überwältigend, und so habe ich mich vorerst anderen Dingen zugewandt, unter anderem der App-Programmierung mit Swift.

Sebastian Kestel blieb hartnäckig und meldete sich Mitte 2016 neuerlich, diesmal mit zwei weiteren Autoren in der Hinterhand, die den Großteil der Themen inklusive Windows und Mobile Security abdecken würden. Ich müsste »nur« zu Grundlagenthemen und Linux schreiben — und eventuell noch einen Autor für den Cloud-Aspekt finden. Das klang plausibel, und unter diesen Voraussetzungen gab ich dann, immer noch mit etwas Bauchweh, mein OK. Ich entwarf ein erstes Konzept für das Buch und begann an meinen eigenen, zumeist Linux-nahen Kapiteln zu arbeiten.

Aber es kam natürlich ganz anders: Anfang 2017, als der Vertrag bereits aufgesetzt war, sprang der Hauptautor für das Buch ab. Er hätte Texte zu Penetration Testing, Windows-Hardening, WLAN-Hacking usw. verfassen sollen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon eine Menge Zeit investiert, rund 100 Seiten formuliert und mich mit dem Thema »Hacking und Security« ganz generell angefreundet.

Und so fiel Anfang 2017 die Entscheidung, dass ich an dem Buch nicht nur als Autor, sondern auch als Herausgeber arbeiten würde. Hätte ich gewusst, was danach auch mich zukam, hätte ich hier garantiert den Schlussstrich gezogen! Stattdessen machten Sebastian Kestel und ich mich auf die Suche nach neuen Autoren und versuchten, diese von meinem Konzept und meinem Workflow (Markdown statt Word) zu überzeugen. Im Verlauf eines halben Jahres war ich mit vielen Hacking- und Security-Experten im Gespräch. Viele Absagen bekam ich deshalb, weil Leute, die sich in diesem Umfeld auskennen, oft ununterbrochen im »Feuerwehreinsatz« stehen. Gleichzeitig änderte sich das Detailkonzept des Buchs mit dem allmählich neu wachsenden Autoren-Team quasi wöchentlich.

Letztlich haben neun Autoren (inklusive mir) Kapitel für das Buch verfasst. Der Vorteil von derart vielen Autoren ist, dass jeder auf seinem Gebiet unumstritten Experte ist — mit einer großen Fülle an technischen Wissen und Praxiserfahrung. Der offensichtliche Nachteil besteht aber darin, dass die Koordination, die Abstimmung der Inhalte, das Sicherstellen des »Roten Fadens« entsprechend schwieriger werden. Gleichzeitig gab es auch im Rheinwerk Verlag Änderungen: Sebastian Kestel, der ursprüngliche Ideenstifter des Buchs, hat den Verlag verlassen. Zum Glück hatte ich mit dem neuen Lektor Christoph Meister zuvor schon einige andere Bücher gemacht, so dass es zumindest auf dieser Ebene keine Probleme gab.

Langer Rede kurzer Sinn: Anfang April ist das Buch in Druck gegangen. Aus den ursprünglich geplanten 700 bis 800 Seiten sind fast 1100 geworden. Ein großes Dankeschön geht dafür an meine Co-Autoren und an das Team vom Verlag, das sich um Korrekturen, Abbildungen, Marketing, das Titelbild (dazu sage ich nur so viel: es gab mehrere Entwürfe …) etc. gekümmert hat!

Und auch wenn mir selbst inzwischen der Abstand fehlt, um das objektiv zu beurteilen: im Großen und Ganzen ist das Ergebnis wohl ganz respektabel ausgefallen. Ich denke, es gelingt unserem Buch, einen soliden und thematisch breiten Einstieg in das Thema Hacking und Security zu geben.

Mehr Infos zum Hacking-Buch

2 Gedanken zu „Endlich lieferbar: Das Hacking-Buch“

  1. Auch ich gratuliere nach diesem Thriller von Entstehungsgeschichte! Das Buch hat mich heute erreicht, und nach der Lektüre der ersten 20 Seiten bin ich sehr gespannt auf die geballte Expertise, die mich erwartet – die Kurzbiografien der Autoren versprechen hier einiges.
    Ich arbeite zwar nicht im IT-Bereich, habe aber im Bildungssektor täglich mit Samba, LDAP und MDM (Ipads) zu tun und hoffe, dass ich mit dem in der Praxis erworbenen Know-How und der letztes Jahr bestandenen LPIC-2-Zertifizierung genug mitbringe, um die wesentlichen Aspekte zu verstehen.
    Danke für die enorme Arbeit, die dieses Buch sicherlich erst ermöglicht hat.

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