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Python-Modulmanager uv

Vor gut zweieinhalb Jahren habe ich hier über pip-Probleme berichtet, die unter aktuellen Ubuntu- und Debian-Systemen aufgetreten sind: externally-managed-environment (PEP 668) verhinderte lokale pip-Installationen wegen Konflikten zwischen System-Paketen. Die damals beschriebenen Lösungen, insbesondere das Einrichten eines virtuellen Environments, funktionieren weiterhin.

Aber inzwischen gibt es eine bessere Option: uv ist ein schneller, moderner Paketmanager für Python, der pip, venv, pipx und noch einige andere Tools auf einmal ersetzt. Wer regelmäßig Python-Module installiert, sollte sich die paar Minuten nehmen, uv kennenzulernen. Es lohnt sich.

Update 8.6.2026: uv und Cron

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Hilfe, pip funktioniert nicht mehr!

pip ist das Paketverwaltungs-Tool von Python. Wenn Sie in einem Script ein Zusatzmodul benötigen, führen Sie einfach pip install xxx bzw. unter macOS und bei manchen Linux-Distributionen pip3 install xxx aus. pip lädt das erforderliche Modul sowie eventuelle Abhängigkeiten herunter und installiert die Pakete lokal (d.h., sie brauchen meine root-Rechte).

Meistens funktioniert pip gut — aber nicht immer. Die häufigste Fehlerquelle unter Windows ist die Parallelinstallation mehrerer Python-Versionen. Dann ist nicht immer klar, auf welche Python-Version sich pip bezieht. Nach meiner Erfahrung scheint pip zumeist die falsche Version zu nehmen. Daher mein Tipp: Vermeiden Sie unter Windows unbedingt die Mehrfachinstallation von Python!

Aber auch unter Linux kann es Probleme geben. Die Ursache hier besteht darin, dass viele Distributionen selbst eine riesige Sammlung von Paketen mit Python-Erweiterungen anbieten. Die Parallelinstallation eines Moduls, einmal mit apt oder dnf und ein zweites Mal mit pip, kann dann zu Konflikten führen — insbesondere dann, wenn nicht exakt dieselben Versionen zum Einsatz kommen. Die Python-Entwickler haben deswegen im ‎Python Enhancement Proposals (PEP) 668 festgeschrieben, dass in solchen Fällen Pakete aus Linux-Repositories vorzuziehen sind. PEP 668 gilt grundsätzlich seit Python 3.11. Tatsächlich implementiert ist es momentan nur in aktuellen Linux-Distributionen:

  • Ubuntu ab Version 23.04
  • Debian ab Version 12
  • Raspberry Pi OS ab dem Bookworm-Release (Okt. 2023)
  • Arch Linux

Noch nicht implementiert ist PEP 668 dagegen unter RHEL und Fedora (auch nicht in Version 39 Beta).

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Raspberry Pi OS »Bookworm«

Seit gestern ist die neue Version von Raspberry Pi OS auf der Basis von Debian 12 (»Bookworm«) verfügbar. Diese Version ist Voraussetzung für den Raspberry Pi 5, läuft aber natürlich auch auf älteren Raspberry Pis. Ich habe meine Tests auf einem Pi 5 sowie einem Pi 400 durchgeführt.

Auf den ersten Blick sieht der Desktop auf der Basis von LXDE nahezu unverändert aus. Aber dieser Eindruck täuscht erheblich: Raspberry Pi OS verwendet jetzt Wayland, PipeWire und den NetworkManager.

Zu sehen ist ein Raspberry-Pi-Desktop mit geöffneten Einstellungsfenstern und einem Terminal. Links ist das Hauptmenü mit dem Unterpunkt „Einstellungen“ aufgeklappt, darunter Einträge wie „Raspberry Pi-Konfiguration“ und „Tastatur und Maus“. Rechts ist das Fenster „Raspberry Pi-Konfiguration“ mit System-Optionen geöffnet. Unten zeigt ein Terminal Systeminformationen zu Debian GNU/Linux 12 und dem laufenden Kernel.
Auf den Modellen Pi 4, Pi 400 und Pi 5 läuft der Pixel Desktop unter Wayland

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