Errata zu »Linux – Das umfassende Handbuch« (1. Aufl. Ende 2013)

Seite 145 + 235 (Normale Scrollbalken in Ubuntu)

Ab Ubuntu 13.04 müssen Sie das folgende Kommando ausführen, wenn Sie gewöhnliche Scrollbalken anstelle der Overlay-Scrollbalken haben möchten:

gsettings set com.canonical.desktop.interface scrollbar-mode normal 

Das lässt sich bei Bedarf wieder rückgängig machen mit:

gsettings reset com.canonical.desktop.interface scrollbar-mode
Seite 443 (Tabelle Ein-/Ausgabeumleitung)

In der Tabelle steht mehrfach /tblcol anstelle eines &-Zeichens.

Seite 514 (umask bei Ubuntu)

In /etc/login.defs ist zwar UMASK 022 eingestellt, dennoch gilt für gewöhnliche Benutzer die umask-Einstellung 002. Der Grund: wegen der zusätzlichen Einstellung USERGROUPS_ENAB=yes wird für alle Benutzer, bei denen der Benutzername mit dem Namen der primären Gruppe übereinstimmt (also z.B. Benutzer kofler, Standardgruppe auch kofler) die umask modifiziert: die User-Ziffer der umask-Einstellung wird dann auch für die Group-Ziffer übernommen, aus 022 wird 002.

Seite 542 (sudo bei Fedora)

Die sudo-Gruppe bei Fedora ist wheel. Daher beginnt die entsprechende Zeile in /etc/sudoers mit %wheel, nicht mit %admin.

Seite 552 (anacron auf dem Server)

anacron wird im Buch falsch dargestellt. Unter Debian/Ubuntu ist anacron auf einem Server zwar selten erforderlich, stört aber nicht. Wenn es installiert ist, kümmert sich eben anacron statt cron um die Scripts in cron.daily, cron.weekly und cron.monthly.

Unter Fedora/CentOS/RHEL ist anacron auch auf Servern standardmäßig installiert. Hier kümmert sich ausschließlich anacron dank /etc/anacrontab um die Ausführung der Scripts in /etc/cron.daily, -.weekly und -.monthly.

Wieder anders sieht die Lösung bei openSUSE aus: Dort ist anacron standardmäßig nicht installiert; für /etc/cron.daily, -.weekly und -.monthly ist eine Zeile in /etc/crontab mit dem Aufruf von /usr/lib/cron/run-crons zuständig.

Seite 775 (Natural Scrolling)

Die .Xmodmap-Einstellungen zur Inversion der Scroll-Richtung werden leider von manchen Gnome-Programmen ignoriert, z.B. von Nautilus und Gedit. Andere Gnome-Programme wie gnome-terminal akzeptieren die Einstellungen hingegen. Das Problem hat offensichtlich mit der Gnome Implementierung von Smooth Scrolling zu tun. Ich kenne momentan keine Lösung, aber wer mehr weiß als ich, soll sich bitte melden. Hintergrundinfos: launchpad, gnome bugzilla

Seite 954 (Init-V bei Debian)

Nicht /etc/init.d/rc.local wird beim Startprozess einmalig ausgeführt, sondern /etc/rc.local.

Seite 1021-1022 (Manuelle Netzwerkkonfiguration)

Zwei Tippfehler:

  • resolv.conv –> resolv.conf
  • if link set eth0 up –> ip link set eth0 up
Seite 1032 (LAN-Konfigurationsdateien)

Nochmals: resolv.conv –> resolv.conf

Seite 1167 (SSH-Authentifizierung mit Schlüsseln)

Es muss StrictModes yes heißen, nicht STRICT_MODE.

Seite 1172 (find/grep-Kombination)

Das find-Kommando enthält einen Tippfehler und muss so aussehen:

find -type f -exec grep -i -q "schlüsselwort" {} \; -print 

Noch viel einfacher und ebenso zielführend ist grep -R "schlüsselwort"!

Letzte Änderung am 8.11.2015. Vielen Dank an alle Leser für ihr Feedback!

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