Gemeinsam mit Rainer Hattenhauer habe ich im Frühjahr/Sommer Agentic AI – Wie Sie die KI für sich arbeiten lassen verfasst. Das Buch wird gerade an die Buchhandlungen ausgeliefert. Während bei der KI-Nutzung in der Vergangenheit die Kommunikation mit Chatbots im Vordergrund stand, können moderne KI-Agenten selbstständig planen, Werkzeuge nutzen und mehrstufige Aufgaben ausführen – von der Tagesplanung über die E-Mail-Kommunikation bis zu Workflows mit Skills, MCP, lokalen Modellen und der Steuerung von Smart-Home-Systemen.
Das Buch richtet sich explizit nicht an Leute, die mit KI-Unterstützung programmieren möchten. Für dieses Thema verweise ich auf Coding mit KI sowie Claude Code.
Ein paar persönliche Anmerkungen: Der reine Chat mit einer KI – Frage stellen, Antwort bekommen – gehört für mich schon fast der Vergangenheit an. Natürlich verwende ich Chatbots weiterhin zur Recherche. Aber auf dem Rechner installierte KI-Agenten (sprich: die ChatGPT-App, die Claude-App, aber auch Claude Code, oder unter Linux das Programm Hermes) können viel mehr: Ich erstelle damit komplexe Automatisierungs-Setups, die dann in einem faszinierenden Ausmaß selbstständig laufen.
Ich frage also nicht mehr »Wie geht das?«, sondern ich fordere den KI-Agenten auf: »Mach das!« Ganz von alleine klappt das natürlich nicht immer. Ein wenig Arbeit für das Setup, das Einrichten von CLAUDE.md oder AGENTS.md, manchmal die Installation eines Plugins oder MCP-Servers — das gehört dazu. Diese Arbeit lohnt sich, wenn es um Aufgaben geht, die sich wiederholen.
Mein Aha-Erlebnis war die Korrektur einer Linux-Prüfung, die ich vor einem Monat (fast) vollständig auf KI umgestellt habe (siehe den entsprechenden Blog-Artikel). Nein, die Korrektur erfolgt NICHT zur Gänze KI-gesteuert, ich muss zum Schluss noch einmal darüberschauen. Aber Claude Code (mein Lieblings-Tool für fast alles) nimmt mir jetzt unglaublich viel öde Arbeit ab. Claude Code verbindet sich via SSH mit einem Dutzend virtueller Maschinen, sieht nach, welche der Aufgabenstellungen dort erledigt sind, und trägt die Ergebnisse in eine ODS-Tabelle ein. Grandios!
Oder werfen Sie einen Blick auf https://scripting-buch.netlify.app. Spannend ist weniger der Inhalt, den können Sie auch hier auf kofler.info nachlesen. Spannend ist, dass diese Website ausschließlich aus ein paar Prompts entstanden ist. Ich habe der ChatGPT-App (ehemals Codex) die Markdown-Dateien zum Buch gegeben, einen Link auf die Buchseite beim Rheinwerk-Verlag, und habe im Prinzip gesagt: »Mach‘ mir eine tolle Website zu diesem Buch.« Ich bin nicht leicht zu verblüffen, aber alleine das zum Scripting-Thema so gut passende Layout ist großartig! Mit meinen eher bescheidenen Layout-Fähigkeiten hätte das viel nüchterner, langweiliger ausgesehen. Beachten Sie die konzentrischen Kreisen hinter dem Cover. Die Idee stammt von Codex nach einer Analyse des Cover-Bilds, die Umsetzung sind wenige Zeilen CSS-Code. Das ist schon ziemlich genial.
Hab‘ ich Sie neugierig gemacht? Alle Details – Kapitelübersicht und Bestell-Links – finden Sie auf der Buchseite.



