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Ubuntu 18.04

Mit Ubuntu 18.04 kehrt Ubuntu in vielerlei Hinsicht zurück zum Linux-Mainstream: Canonical hat die Träume von Mir und Unity ad acta gelegt. Der Desktop basiert auf Gnome mit wenigen, durchaus sinnvollen Erweiterungen. Das Grafiksystem verwendet Xorg. (Wayland steht als Option standardmäßig zur Auswahl.)

Aus meiner Sicht ist Ubuntu 18.04 das beste Ubuntu-Release seit vielen Jahren. Einzig die Stabilität lässt sich noch nicht endgültig beurteilen. Ich habe Ubuntu seit gut einem Monat produktiv sowohl auf dem Desktop als auch im Server-Betrieb im Einsatz und habe bisher keine negativen Überraschungen erlebt.

(Aktualisiert: 27.4.2018, 4.5.2018)

Der neue Ubuntu-Desktop

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Ebook »Ubuntu 18.04« erschienen

Mein Ubuntu-Ebook im Eigenverlag (ebooks.kofler) ist in aktualisierter Form neu erschienen.

Ubuntu 18.04

Das Buch mit einem Umfang von gut 300 Seiten in einem lesefreundlichen Ebook-Layout richtet sich an Ubuntu- bzw. Linux-Einsteiger. Es erklärt die Installation, Konfiguration und Anwendung von Ubuntu 18.04. Technische Themen wie die Terminal-Nutzung, Server-Grundlagen oder Programmierung werden zwar angeschnitten, aber nicht umfassend behandelt.

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IPv6 für apt deaktivieren

In den vergangenen Jahren ist es mir immer wieder passiert, dass apt hängengeblieben ist, weil es versucht hat, mit irgendwelchen Paketquellen per IPv6 zu kommunizieren. Dagegen wäre ja nichts einzuwenden solange IPv6 zur Verfügung steht, aber zumindest zuhause habe ich nun mal kein IPv6. Abhilfe schafft die gezielte Deaktivierung von IPv6 für das gesamte APT-System, also für die Kommandos apt, apt-get usw.

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Java-Versions-Wahnsinn

Der Schritt von Java SE 8 hin zu Java SE 9 hat beachtliche dreieinhalb Jahre gedauert. Der Weg war steinig, und das hatte nicht nur mit der eigentlichen Implementierung der Neuerungen zu tun. Bis Java SE 9 im September 2017 endlich ausgeliefert werden konnte, mussten auch viele (firmen-)politische Differenzen ausgeräumt werden.

Aktuelle und zukünftige Java-Versionsnummern

Nun haben wir also Java 9. Allmählich lernen IDEs wie Eclipse richtig mit den Neuerungen umzugehen, insbesondere also mit dem neuen Modulsystem. Langsam kommt Java 9 auf Rechnern in den Labors von Schulen und Universitäten bzw. in den Entwicklungsabteilungen von Firmen an. Noch langsamer etabliert sich OpenJDK 9 unter Linux. (In Ubuntu 17.10 ist OpenJDK 9 nur in der universe-Paketquelle, in Fedora 27 gilt OpenJDK 9 als Technology Preview. Bei den Enterprise-Distributionen ist ohnedies das Warten auf die nächste Version angesagt, oder natürlich die manuelle Installation abseits der offiziellen Paketquellen.)

Aktualisiert: 4.5.2018

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Ubuntu + Lenovo = Ärger?

Eines gleich vorweg: Mein meistgenutztes Notebook ist ein schon ca. fünf Jahre altes Lenovo-Notebook vom Typ E320. Vor ein paar Monaten musste ich das Netzteil erneuern, davon abgesehen läuft das verhältnismäßig billige Notebook seit Jahren einwandfrei, aktuell übrigens mit Ubuntu 17.10.

Aber leider ist das Zusammenspiel zwischen Ubuntu und Lenovo nicht immer so friktionsfrei …

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Aus Gnome mach‘ Unity …

Kann man Gnome mit ein paar Extensions so konfigurieren, dass es wie Unity aussieht und sich auch so ähnlich verhält? Diverse Seiten haben in den letzten Tagen diesen Eindruck erweckt. Tatsächlich lässt sich Gnome zwar besser konfigurieren als Unity, aber allzu große Hoffnungen sollten Sie sich nicht machen, mit ein paar Mausklicks aus Gnome Unity zu machen. Ich habe versucht, die Grenzen auszuloten.

Eine gewisse Ähnlichkeit ist zu erkennen, aber vom Unity-Look ist auch diese Gnome-Konfiguration weit entfernt.

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Ubuntu 17.04

Das Timing für das heute fertiggestellte Ubuntu 17.04 war definitiv ungünstig: Gerade einmal vor einer Woche hat Mark Shuttleworth das Ende von Unity verkündet (siehe auch Die Zukunft von Ubuntu hier im Blog). Aber da war Ubuntu 17.04 natürlich schon so gut wie fertig, und so verwendet auch Ubuntu 17.04 Unity als Desktop-Umgebung — vermutlich letztmalig. Unter diesem Aspekt wird Ubuntu 17.04 vielleicht als Fussnote in die Linux-Geschichte eingehen. Ansonsten ist Ubuntu 17.04 aber eine eher uninteressantes Release. Immerhin wissen wir jetzt, dass wir nicht mehr auf Unity 8 warten müssen …

Den Blick nach vorne gerichtet habe ich mir statt dem »regulären« Ubuntu diesmal die Ubuntu-Gnome-Variante näher angesehen. Die Release-Ankündigung weist darauf hin, dass Ubuntu Gnome spätestens ab Version 18.04, höchstwahrscheinlich aber bereits ab 17.10 zum »echten« Ubuntu wird. Auf Ubuntu-spezifische Anpassungen soll weitestgehend verzichtet werden. Hoffnungen auf einen Ubuntu-Look für Gnome sind damit vorerst begraben.

Im Default-Look sieht Ubuntu Gnome gar nicht wie Ubuntu aus

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Ubuntu: Probleme mit vollen Boot-Partitionen

Auf immer mehr meiner Ubuntu-Server-Installationen mit automatischen täglichen Updates bin ich in letzter Zeit auf das Problem voller Boot-Partitionen gestoßen. Aus historischen Gründen richtet der Ubuntu-Installer standardmäßig eine eigene Boot-Partition für die Kernel-Dateien ein, obwohl dies in den meisten Fällen vollkommen überflüssig ist. Im Boot-Verzeichnis landet bei jedem Kernel-Update die gerade neueste Kernel-Version samt diverser Zusatzdateien.

Pro Kernel-Version beträgt der Platzbedarf unter Ubuntu 16.04 ca. 50 MByte, wobei die Initrd-Datei mit ca. 36 MByte der bei weitem wichtigste Faktor ist. Ubuntu 14.04 war hier noch sparsamer, dort fand man mit ca. 25 MByte pro Kernel das Auslangen (Initrd-Datei mit 20 MByte).

Ganz egal, wie groß die Boot-Partition ist: ohne Aufräumarbeiten läuft sie früher oder später voll. Das führt dazu, dass Kernel-Updates nicht mehr (richtig) installiert werden können. Mit etwas Pech hängt Ubuntu beim nächsten Reboot. Bei einer lokalen Maschine kann man dann im Grub-Menü einen älteren Kernel auswählen, damit booten und Aufräumarbeiten durchführen. Bei einem Server ist das aber viel schwieriger.

Update 23.1.2017 15:10: Bessere Lösung mit Unattended-Upgrade::Remove-Unused-Dependencies "true" dokumentiert.

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