Archiv der Kategorie: Linux

Ubuntu 19.04

Ubuntu 19.04 ist ein Release ohne dramatische Neuerungen. Optisch springen neue Icons in Auge, die dem Desktop mehr Frische geben. Gnome 3.32 unterstützt fractional scaling, was die Arbeit auf hochauflösenden Displays verbessern sollte. Das Feature gilt aber noch als experimentell und muss explizit aktiviert werden. Generell verspricht Gnome etwas mehr Performance. Die lässt sich in Benchmarktests messen, gefühlt hat sich aber nicht viel geändert.

Der Desktop wirkt mit neuen Icons und einem originellem Hintergrundbild gleich ein wenig frischer

Update 25.4.2019: Installation auf einem Lenovo P1 durchgeführt. Keine Probleme (Details siehe unten).

Update 26.4.2019: Desktop-Icons deaktivieren (siehe unten)

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Postfix, Dovecot + SpamAssassin: Spam in den Junk-Folder verschieben

Auf vielen Mail-Servern läuft SpamAssassin, um Spam-verdächtige Mails mit einer Header-Zeile zu markieren. Ordentliche Mail-Client wie Thunderbird können dann mit einer simplen Filter-Regel derartige Mails aussortieren.

Noch besser wäre es aber, wenn die Mails bereits auf dem Server in einen eigenen Junk-Folder verschoben würden. Das ist insbesondere dann praktisch, wenn zum Lesen von Mails auch diverse Mail-Clients auf Smartphones, iPads etc. verwendet werden, die keine Filtermöglichkeiten bieten.

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Pop!_OS

Die Linux-Distribution Pop!_OS ist von Ubuntu abgeleitet und wird von der amerikanischen Firma system76 entwickelt. Diese Firma verkauft Notebooks, auf denen standardmäßig Pop!_OS installiert ist. Im Vergleich zu anderen Distributionen ist Pop!_OS besonders gut für Notebooks mit NVIDIA-Grafik optimiert.

Ursprünglich dachte ich, Pop!_OS sei nur ein weiterer Ubuntu-Klon mit modifiziertem Gnome-Desktop und integrierten NVIDIA-Treibern. Seit ich die Distribution auf mein neues Lenovo-P1-Notebook installiert habe, weiß ich, dass Pop!_OS weit mehr Eigenheiten hat.

Nach dem Gusto des Autors modifizierter Gnome-Desktop von Pop!_OS

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Auf der Suche nach einem Linux-Notebook

Mein aktuelles Notebook ist ein Lenovo E320 (2012, i3-CPU, notebookcheck). Erstaunlicherweise funktioniert das Gerät noch immer passabel, aber naturgemäß geht es dem Ende seiner Tage entgegen. In den letzten Tagen habe ich mich näher dem Notebook-Markt auseinandergesetzt. Das Ziel ist ein leistungsstarkes Notebook, das nicht nur unterwegs eingesetzt werden soll, sondern täglich als Desktop-Ersatz. Bei meiner Suche bin direkt in die NVIDIA-Falle gestolpert …

PS: Dieser Blog-Beitrag hat zugegebenermaßen den Charakter eines persönlichen Notizzettels. Klar ist auch, dass die folgende Übersicht nur eine Momentaufnahme (Februar 2019) sein kann; ich habe nicht vor, den Text in Zukunft zu aktualisieren. Aber vielleicht helfen die gesammelten Informationen und die vielen Links anderen Leuten, die gerade auf der Suche nach einem Traum-Linux-Notebook sind :-)

Update 10.3.2019: Ich habe mich für ein Lenovo P1 entschieden. Gründe: Tastatur, Verarbeitungsqualität, zwei NVMe-Slots. Hier ist ein Erfahrungsbericht.

Update 2.5.2019: Dell bietet ab sofort das Notebook Precision 3540 mit AMD-Grafik und Ubuntu an. Ein interessantes Angebot.

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Unter Ubuntu alte Snap-Pakete löschen

Über den exorbitaten Speicherbedarf von Ubuntus Paketverwaltungsprogramm Snap habe ich ja schon öfters gelästert. Aber erst jetzt ist mir eine weitere unangenehme Eigenheit aufgefallen: Snap speichert standardmäßig von jedem installierten Paket zwei Backups älterer Versionen. Nach Updates bleiben also ältere Versionen erhalten. Das verdreifacht den von Snap beanspruchten Speicherplatz!

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Java 11, JavaFX, IntelliJ IDEA und Linux

Die Überschrift sagt schon alles: In diesem Beitrag geht es darum, Programme mit Java 11 und JavaFX in der IntelliJ IDEA unter Linux zu entwickeln. Als Testumgebung dienten Ubuntu 18.10 und Fedora 29. (Unter Ubuntu 18.04 stehen noch immer keine offiziellen Java-11-Pakete zur Verfügung.)

Die IntelliJ IDEA mit einem Java-11-Projekt samt JavaFX unter Ubuntu 18.10

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Fedora 29

Fedora 29 bietet im Vergleich zur Vorgängerversion die üblichen Software-Updates, aber nur wenige tiefgreifende Neuerungen:

  • Der Bootprozess sollte nun auf manchen Rechnern vollkommen ohne Bildschirmflackern verlaufen. Das setzt aktuell allerdings voraus, dass UEFI sowie ein Intel-Grafiksystem genutzt wird, siehe auch Announcing flickerfree boot for Fedora 29.

  • Das in Version 28 für Fedora Server eingeführte Modularity-Prinzip steht nun standardmäßig auch in der Desktop-Variante zur Verfügung. (Wie ich in meinem Blog-Beitrag zu Fedora 28 berichtet habe, konnten modularisierte Pakete mit dnf install fedora-repos-modular auch schon in der Desktop-Version 28 genutzt werden. Dass dieses Paket nun standardmäßig installiert ist, ändert nichts daran, dass das Angebot an modularisierten Paketen weiterhin sehr klein ist. Der praktische Nutzen dieses Konzepts ist für Fedora ohnedies gering, weil die Distribution eine kurze Lebensdauer hat. Wirklich spannend werden modularisierte Pakete wohl erst in RHEL 8 bzw. CentOS 8.)

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Ubuntu 18.10

Ubuntu 18.10 ist das erste von drei Zwischen-Releases auf dem Weg hin zur nächsten LTS-Version, also zu Ubuntu 20.04. Insofern spricht Ubuntu 18.10 nur Benutzer an, die bereit sind, in einem halben Jahr das nächste Update bzw. die nächste Neuinstallation durchzuführen — sprich Linux-Fans/Freaks.

Der Lohn für die ständigen Updates: Man ist ganz vorne dabei, wenn es darum geht, neue Features auszuprobieren. Der Benchmark-Experte Michael Larabel (phoronix.com) erwartet von Ubuntu 18.10 zudem deutlich mehr Performance, besonders im 3D-Grafik/Gaming-Bereich. Auch ein neues Notebook zwingt mitunter zum Einsatz einer Nicht-LTS-Version: Aktuelle Treiber versprechen eine höhere Kompatibilität zu modernen Hardware-Komponenten.

Der aufgefrischte Ubuntu-Desktop geizt nicht mit Farben

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